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Zwei Musikveteranen aus Realp geehrt

An der Tagung der Musikveteranenvereinigung Uri standen Ehrungen einmal mehr im Mittelpunkt. Für 50-jähriges Musizieren wurden Anton und Kurt Simmen von der Musikgesellschaft Realp als neue kantonale Ehrenveteranen gefeiert.
Georg Epp
Präsident Edwin Gutjahr (Mitte) mit den neuen Ehrenveteranen, Kurt Simmen (links) und Anton Simmen (rechts). (Bild: Georg Epp, Erstfeld, 27. April 2019)

Präsident Edwin Gutjahr (Mitte) mit den neuen Ehrenveteranen, Kurt Simmen (links) und Anton Simmen (rechts). (Bild: Georg Epp, Erstfeld, 27. April 2019)

Mit gefälliger und spritzig vorgetragener Blasmusik empfing die Musikgesellschaft (MG) Erstfeld unter der Leitung von Matteo Previtali am Samstag, 27. April, 84 Mitglieder und Gäste im Pfarreizentrum zur 66. Tagung der Musikveteranenvereinigung Uri.

Speziell freute sich Edwin Gutjahr, Präsident der Musikveteranenvereinigung Uri, dass Kultur- und Bildungsdirektor Beat Jörg, Landratspräsident Peter Tresch und Gemeindepräsidentin Pia Tresch Interesse an der Tagung zeigten. Aus musikalischer Szene waren Ehrenpräsident Edgar Arnold, Peter Börlin, der Veteranenchef des Schweizerischen Blasmusikverbandes, sowie die Delegationen der befreundeten Verbände von Schwyz, Glarus, Luzern und Unterwalden anwesend.

Der Blasmusik seit 50 Jahren treu

In seinem Jahresbericht bezeichnete Präsident Gutjahr eine Musikgesellschaft, als «ein Verein, der Freude bereitet». Sein Appell: «Nutzen wir es und lassen wir unsere schöne Freizeitbeschäftigung, als Zuhörer oder als Aktiver im Verein, nicht durch Hetze und Wettkampfdenken zerstören.»

Viel Freude und Idealismus sind nötig, um volle 50 Jahre dem Hobby Blasmusik treu zu bleiben. Für 50 Jahre aktives Musizieren konnten die beiden Realper Musikanten Anton Simmen und Kurt Simmen als neue kantonale Ehrenveteranen gefeiert werden. Speziell ist, dass sich beide auch für sämtliche Chargen im Vorstand der MG Realp zur Verfügung stellten. Mit Musikstück, Blumen, Wein und grossem Applaus bedankte sich die Veteranenfamilie bei den Geehrten.

Mit Jahrgang 1929 ältester Teilnehmer der Versammlung konnte Gottlieb Aschwanden vom MV Bauen eine Flasche Wein in Empfang nehmen.

An der Totenehrung wurde das grosse musikalische Schaffen von verstorbenen Kameraden nochmals in Erinnerung gerufen. Seit der letzten Zusammenkunft verstorben sind: Walter Wipfli-Schieli, MG Seelisberg, Kaspar Arnold-Riedi, MV Unterschächen, Leonhard Zgraggen, MG Gurtnellen und Josef Furger-Regli, MG Realp. Nach fünf Neueintritten zählt die Musikveteranenvereinigung Uri nun 291 Mitglieder. Finanziell musste ein kleiner Rückschlag von 393 Franken akzeptiert werden. Das Vermögen des Verbandes pendelte sich bei rund 14'500 Franken ein. Die Versammlung folgte einstimmig dem Antrag des Vorstandes, dessen Finanzkompetenz von 100 auf 1000 Franken zu erhöhen.

Anna Furger, die Präsidentin der MG Erstfeld, freute sich nicht nur, die Tagung zu organisieren, sondern auch die Geschichte der MG Erstfeld in kurzen Zügen aufzuzeigen. In bester Erinnerung ist das 3. Urner Blasmusiklager, das man 2016 zusammen mit dem 125-Jahr-Jubiläum der MG Erstfeld organisierte und auch würdig feierte. Aktuell kann Dirigent Matteo Previtali auf 33 Musikantinnen und Musikanten zählen, der Verein spielt in Harmoniebesetzung.

Die wichtigsten Highlights der Gemeinde Erstfeld präsentierte Gemeindepräsidentin Pia Tresch. Sie erläuterte die grosse Vielfalt, die das Eisenbahnerdorf zu bieten hat, und belohnte die Veteranenfamilie mit einem Zustupf für eine Kaffeerunde.

Uri, ein klangvoller Kanton mit 20 Musikvereinen

Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg überbrachte die Grussworte der Urner Regierung. «Die aktiven Musikveteraninnen und Musikveteranen sind Vorbilder und mitverantwortlich, dass Uri nach wie vor ein klangvoller Kanton mit 20 Sektionen ist und bleiben wird», sagte er. Und bestätigte mit Stolz, dass Uri mit 16 Blasmusikanten pro 1000 Einwohner schweizweit an dritter Stelle hinter den Kantonen Jura und Wallis liegt. Im Durchschnitt sind es nur gerade 8 bis 9 Musikanten.

Mit humorvoller Ansprache überbrachte Peter Börlin die Grussworte des Schweizerischen Blasmusikverbandes. Er freute sich, dass die neue Verbandssoftware aufgeschaltet wurde, und verkündete, dass im Dachverband aktuell Strukturanpassungen diskutiert werden.

Mit dem Dank an die MG Erstfeld für die tadellose Organisation der Tagung und mit feinem Zabig startete der gesellige Teil der Zusammenkunft. Die nächste Tagung der Musikveteranenvereinigung findet am 18. April statt und wird von der Feldmusik Altdorf organisiert.

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