ZWEITE RÖHRE AM GOTTHARD: «Befürworter sind an der Urne chancenlos»

In Uri gibt es eine Mehrheit für die zweite Gotthardröhre. Vor dem Volk hätte diese aber einen schweren Stand, glauben die Gegner.

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Die Gotthard-Passstrasse ist offen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Gotthard-Passstrasse ist offen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Das Resultat sorgt weitherum für Erstaunen: In einer repräsentativen Umfrage der Neuen Luzerner Zeitung bei 506 stimmberechtigten Urnern spricht sich eine Mehrheit (55 Prozent) klar für den Bau einer zweiten Röhre durch den Gotthard aus. Und wünscht sich damit auch gleich eine Kapazitätserweiterung.

Die Reaktionen auf dieses Votum sind gemischt. Bei den Vertretern der Alpeninitative nimmt man dieses Ergebnis kritisch zur Kenntnis. Er glaube, dass das Resultat bei einer Volksabstimmung anders herauskommen würde, sagt Fabio Pedrina, Präsident des Vereins Alpen-Initative. «Wenn ich den Befürwortern einer zweiten Röhre vorschlage, eine Volksabstimmung zu machen, brechen sie nicht in Begeisterungsstürme aus – weil sie wissen, dass sie an der Urne chancenlos sind», sagt Pedrina.

Eine Meinung, die vor allem bürgerliche Parlamentarier nicht teilen. Sie begrüssen den Meinungsumschwung im Kanton Uri.

Sven Gallinelli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.