Zweitwohnungsinitiative: Landrat mit Resolution

Die Zweitwohnungsinitiative, die am 11. März vom Schweizer Stimmvolk angenommen wurde, beschäftigt auch den Urner Landrat. Dieser hat eine von der CVP-Fraktion erarbeitete Resolution eingereicht.

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Zweitwohnungen in Andermatt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Zweitwohnungen in Andermatt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Darin fordern die Urner Landräte, dass die Bundesversammlung und der Bundesrat bei der Ausarbeitung der Ausführungsgesetzgebung die besonderen Eigenheiten und Bedürfnisse der Bergkantone berücksichtigen. Explizit wird aufgeführt, dass insbesondere strukturschwache Gebiete und Regionen, in denen die Bevölkerung zurückgegangen sei, bei der Umsetzung berücksichtigt würden.

Der Begriff «Zweitwohnungen» sei möglichst grosszügig zu definieren. Es sollen insbesondere bewirtschaftete Wohnungen nicht als Zweitwohnungen gelten, wobei besonders auch auf die urnerische Eigenheit der landwirtschaftlichen Stufenbetriebe zu achten sei.

Bergkantone in Gesetzgebungsprozess einbinden

Weiter fordern die Urner Landräte, dass die Realisierung von Ferienwohnungen zu erlauben sei, wenn eine Bewirtschaftung für eine zu bestimmende Zeit vorgesehen ist.

Mit der Beschränkung von Zweitwohnungen seien gleichzeitig Massnahmen zur Förderung und Unterstützung des Tourismus in Berggebieten vorzusehen. Schliesslich verlangen die Urner Landräte, dass der Bund Entschädigungsfragen klärt und die Bergkantone zwingend in den Gesetzgebungsprozess eingebunden werden.

sda