URKANTONE: Chemiker: Jede 5. Wasserprobe fiel durch

Der Kantonschemiker reichte 2009 wegen Lebensmittelvergiftungen zwei Anzeigen bei den Strafverfolgungsbehörden ein. Gar jede fünfte Trinkwasserprobe musste beanstandet werden.

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Ein Kantonschemiker nimmt eine Wasserprobe im Schwimmbad. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Ein Kantonschemiker nimmt eine Wasserprobe im Schwimmbad. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Der Kantonschemiker hatte im vergangenen Jahr 1202 Lebensmittel inspiziert und dabei 66 Beanstandungen ausgesprochen. Das Laboratorium der Urkantone ist mit Strafanzeigen wegen eines «fehlenden Rechtszustand» zurückhaltend, wie es im Jahresbericht heisst. Trotzdem kam es zu zwei Anzeigen an die Strafverfolgungsbehörden: Ein Fall betraf eine Lebensmittelvergiftung (siehe Artikelverweis). Im zweiten Fall ging es um die unberechtigte Verwendung einer geschützten Ursprungsbezeichnung für Käse. Beide Fälle sind noch nicht abgeschlossen.

Trinkwasser
Der Kantonschemiker erhob beim Trinkwasser insgesamt 2215 Proben. 552 erfüllten die Anforderungen nicht, 17 Betriebe beanstandete er.

Hallen- und Freibäder
In den öffentlichen Schul-, Hallen- und Freibäder der Urkantone sind 251 Proben erhoben worden. 63 vermochten den chemischen und/oder hygienischen Normen nicht zu genügen.

Seebäder
Die Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern untersuchten in einer koordinierten Aktion die Badewasserqualität der Badestellen in Seen und Flüssen. Insgesamt 67 Badestellen an grossen und kleinen Seen sind überprüft worden. In 65 Stellen kann unbedenklich gebadet werden. In den anderen beiden Seebäder, die namentlich nicht erwähnt sind, ist aber eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Badewasser nicht zu erwarten.

rem