URMIBERGTUNNEL: Arth stellt sich gegen Schwyz und Ingenbohl

Die Gemeinden Schwyz und Ingenbohl wollen, dass der internationale Zugsverkehr durch einen Urmibergtunnel geführt wird. Gegen die Folgen dieser Massnahme wehrt sich nun die Gemeinde Arth.

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Der Bahnhof Arth-Goldau soll nach dem Willen der Gemeinde Arth ein Knotenpunkt für Personenzüge bleiben. (Archivbild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Der Bahnhof Arth-Goldau soll nach dem Willen der Gemeinde Arth ein Knotenpunkt für Personenzüge bleiben. (Archivbild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Ende Januar liessen die Gemeinden Schwyz und Ingenbohl in einer gemeinsamen Mitteilung verlauten, dass aus ihrer Sicht der internationale Güter- und Personenverkehr auf der Schiene durch einen Urmibergtunnel zu führen sei.

Abkoppelung «nicht annehmbar»
Nun schaltet sich auch die Gemeinde Arth in diese Diskussion ein. Denn: Laut Vorschlag von Schwyz und Ingenbohl sollte «als Gegenleistung» für einen Urmibergtunnel die mögiche Abkoppelung des Bahnknotenpunktes Arth-Goldau von der direkten AlpTransit-Anbindung in Kauf genommen werden.

Für den Gemeinderat Arth ist dieser Vorschlag laut einer Mitteilung «nicht annehmbar». Ausserdem widerspreche dies auch dem vom Regierungsrat des Kantons Schwyz verabschiedeten Masterplan Rigi-Mythen. Darin sei festgehalten, dass der Bahnhof Arth-Goldau auch künftig das regionale Zentrum des Schienenverkehrs darstelle.

Urmibergunnel: «Ja, aber»
In Zukunft sollen zwei Personenzüge pro Stunde und Richtung mehr zwischen Arth-Goldau und Erstfeld verkehren können, wofür es den Urmibergtunnel nicht zwingend brauche. Der Bahnhof Arth-Goldau sei ausserdem wichtig für den Tourismus in der Region Innerschwyz und «für ein pendlerfreundliches Angebot zwischen Erstfled und den Zentren Luzern, Zug und Zürich». 

Dennoch spricht sich der Arther Gemeinderat nicht grundsätzlich gegen den Tunnel aus: «Für eine langfristige Trennung von Güter- und Personenverkehr ist er als Güterverkehrstunnel erforderlich», heisst es in der Mitteilung.

ana