Urner Camionneure müssen Umweg fahren

Der Kanton Uri ist nicht zufrieden mit dem Verkehrsregime, das während der Sanierung des Mositunnels der A4 bei Brunnen herrscht. Urner Lastwagen, die Güter nach Schwyz fahren, müssen nämlich von Februar bis Juni 2013 einen langen Umweg fahren.

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Für Lastwagen gibts ab Mitte Februar bis Juni kein Durchkommen durch den Mositunnel. (Bild: Irene Imfanger/Neue SZ)

Für Lastwagen gibts ab Mitte Februar bis Juni kein Durchkommen durch den Mositunnel. (Bild: Irene Imfanger/Neue SZ)

Die Strecke von Flüelen nach Schwyz via Axenstrasse ist weniger als 20 Kilometer lang. Weil wegen Sanierungsarbeiten die Lastwagen von Süden nach Norden via Luzern umgeleitet werden, verlängert sich die Strecke auf über 80 Kilometer.

Für Transporte vom Kanton Uri in den Nachbarkanton bedeute dies einen grossen Zeitverlust, kritisiert Pascal Blöchlinger (SVP) in einer Kleinen Anfrage. Auch müsse mehr LSVA bezahlt werden. Diese Abschottung der Urner Wirtschaft Richtung Nord-Ost ziehe gewaltige Probleme nach sich.

Der Urner Regierungsrat schreibt in seiner am Montag publizierten Antwort, er habe sich für einen dosierten Durchlass der Urner Lastwagen in täglich zwei Konvois via die A4 stark gemacht. Der Vorschlag sei von der Kantonspolizei Schwyz aber aus Sicherheitsgründen und aus Rücksicht auf Brunnen abgelehnt worden. Dieses Nein sei nicht nachvollziehbar, schreibt die Regierung.

Der Mositunnel der A4 ist 1100 Meter lang und fast 50 Jahre alt. Wegen Sanierungsarbeiten ist er ab Mitte Februar bis Juni 2013 nur einstreifig von Norden nach Süden befahrbar. Die Autos, die aus Süden kommen, müssen durch das Dorf Brunnen fahren, die Lastwagen aus Süden werden via Luzern (A2 und A14) umgeleitet. (sda)