Vandalen schlagen immer häufiger zu

Meistens sind es Jugendliche, und meistens entkommen sie unerkannt: Vandalen machen den Behörden in der Zentralschweiz zu schaffen – in zunehmendem Masse.

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Im Januar 2009 war auch das Löwendenkmal in Luzern von einem Vandalenakt betroffen. Die Reinigung kostete 80'000 Franken. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Im Januar 2009 war auch das Löwendenkmal in Luzern von einem Vandalenakt betroffen. Die Reinigung kostete 80'000 Franken. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Um fast die Hälfte ist die Zahl der Vandalenakte in den letzten Jahren angestiegen – konkret um 46,7 Prozent von 2001 bis 2009. Dies besagt die jüngste Kriminalstatistik mit Bezug auf die Jugendstrafurteile wegen Sachbeschädigung in der Schweiz.

2750 Strafurteile in einem Jahr

In der Zentralschweiz ist die Zunahme nicht ganz so gravierend, doch sie beträgt immerhin 14,3 Prozent. 2009 wurden in der Zentralschweiz insgesamt 208 Strafurteile wegen Jugendvandalismus erlassen. In der ganzen Schweiz waren es 2750.

Nur jeder Sechste wird erwischt

Dabei ist die Aufklärungsquote bei Sachbeschädigungen relativ gering. Fünf von sechs Delikten bleiben im schweizerischen Durchschnitt ungeklärt. Im Kanton Zug führen die Untersuchungen in immerhin jedem fünften Vandalenakt zu einem Strafurteil.

Daniel Burri, Oberstaatsanwalt der Luzerner Staatsanwaltschaft, spricht von schwierigen Ermittlungen, weil «die Täterschaft oft verdeckt und unbeobachtet» vorgehe und die Beweise und Spuren fehlten. Wenn es sich um Jugendliche handelt, wird die Höhe des Strafmasses nicht kommuniziert. Dies ist eine schweizweite Regelung.

Alexander von Däniken

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