Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vater geworden und zweite Lehre abgeschlossen

Landwirt Martin Zimmermann hat als zweifacher Vater seine Zweitausbildung abgeschlossen.
Sabina South
Während seiner Zweitlehre Vater von zwei Söhnen geworden: Landwirt Martin Zimmermann (27).

Während seiner Zweitlehre Vater von zwei Söhnen geworden: Landwirt Martin Zimmermann (27).

Mit festem Stand schwenkt Martin Zimmermann den Rechen über das trockene Gras. Der trainierte Oberkörper zeigt: Dieser Bauer geht seinen Kontrahenten im Ring regelmässig an die Hosen. «Ich schwinge dreimal die Woche für die Schwingersektion Nidwalden», sagt der 27-Jährige und lacht.

An diesem Morgen brennt die Sonne unerbittlich. «Der perfekte Tag zum Heuen», sagt der Nidwaldner und gestikuliert gegen den Horizont. Sein Betrieb Oberleh bei Ennetbürgen zeigt sich derzeit von der schönsten Seite. Geradezu idyllisch zieht sich der Hang in Steillage bis in die Buochser Bucht mit direktem Seeanstoss. «Bauer zu sein, ist einfach das Schönste», stellt Zimmermann glücklich fest.

Frau und Familie hielten ihm den Rücken frei

Dabei ist der zweifache Familienvater erst seit kurzem Landwirt. Der Weg zum eigenen Gutshof war genauso uneben wie seine 6 Hektaren Land. «Ursprünglich bin ich gelernter Sanitärmonteur», erzählt er. Vor drei Jahren liess er sich dann an der Landwirtschaftsschule in Seedorf während drei Jahren zum Landwirt ausbilden. «Ich konnte das Ausbildungsmodell frei wählen und entschied mich für die berufsbegleitende Nachholbildung.»

Das nicht ohne Grund: Denn vor Schulbeginn wurde Zimmermann «Dädi» von Söhnchen Lars, seinem ersten Kind. Es galt fortan, die Arbeit, die Vaterschaft und die Schule unter einen Hut zu bringen. Eine intensive Zeit sei das gewesen, blickt Zimmermann zurück. «Ohne die Hilfe meiner Frau Fabienne und unserer Familie hätte ich es nicht geschafft.»

Hinzu kommt, dass Zimmermann in dieser Zeit an einer Kollaboration mit einem Bauernkollegen arbeitete. Zusammen wollten sie eine Milchwirtschaft betreiben. «Wir planten einen Scheunenbau für 50 Kühe. Leider wurde aber Einsprache erhoben, und so verabschiedeten wir uns wieder von dieser Idee.»

Nebenbei noch stets als Sanitär tätig

Mittlerweile hat sich das Leben der Familie Zimmermann auf dem Oberleh aber eingependelt. Zusätzlich zum eigenen Besitz bewirtschaftet Martin Zimmermann nun 11 Hektaren Pachtland. Zudem arbeitet er in einem 30-Prozent-Pensum als Sanitär. Für den Haushalt bleibe da nicht mehr viel Zeit, schmunzelt Zimmermann. «Fabienne hält mir da den Rücken frei», sagt er und schlendert Richtung Bauernhaus auf eine kurze Pause.

Inzwischen grasen gut 18 Mutterkühe und ebenso viele Kälber auf dem Oberleh. Im Alter von zehn Monaten werden die Natura-Beef-Rinder zur Schlachtung abgeholt. Martin Zimmermann sieht das pragmatisch: «Einen Teil des Fleisches verkaufen wir gleich selbst ab unserem Hof, der Rest wird von ‹Mutterkuh Schweiz› vermarktet.» Der Idylle auf dem Hof kann das also keinen Unrat tun. Zudem weiss Zimmermann mittlerweile: Er hat seine Abschlussprüfungen mit Topnoten bestanden. Sieg und Plattwurf auf ganzer Ebene.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.