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VERGLEICH: Krankenkassenprämien steigen um bis zu 6 Prozent

Die Krankenkassenprämien dürften 2016 um vier bis sechs Prozent steigen. In der Zentralschweiz müssen Luzerner, Obwaldner und Nidwaldner tiefer in die Tasche greifen.
In elf Kantonen erhöhen sich die Krankenkassenprämien. (Bild: Keystone)

In elf Kantonen erhöhen sich die Krankenkassenprämien. (Bild: Keystone)

Vier bis sechs Prozent: So stark dürften die Krankenkassenprämien in der Schweiz in diesem Jahr steigen. Damit übersteigen die absehbaren Prämienerhöhungen jene des vergangenen Jahrs, wie der Internet-Vergleichsdienst bonus.ch am Dienstag aufgrund einer Analyse von 80'000 bereits bekannten provisorischen Prämien mitteilte.

Vor allem Einwohner der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Aargau, der beiden Appenzell, Glarus, sowie St. Gallen müssen auf höhere Prämien gefasst sein. In der Romandie und im Tessin ist das Prämienwachstum mit Ausnahme der Kantone Freiburg und Jura weniger gross.

Die Prämienerhöhungen zeigen indessen ein ziemlich uneinheitliches Bild. Sie reichen von Reduktionen um bis zu 10 Prozent bis zu Erhöhungen um 25 Prozent. Ein junger Erwachsener in Zürich muss ohne Unfalldeckung und bei einer Franchise von 2500 Franken mit einer Erhöhung von 19 Prozent rechnen.

Im Vergleich mit den traditionellen Versicherungsmodellen sollten die Prämien bei den alternativen Modellen weniger ansteigen. Bei den Altersstufen müssen besonders die jungen Erwachsenen mit höheren Prämien rechnen sowie die Versicherten mit Franchisen von 2000 und 2500 Franken.

Auch comparis rechnet mit 4 Prozent

Auch der Vergleichsdienst comparis.ch geht in seiner Prognose von Prämiensteigerungen um durchschnittlich 4 Prozent aus, wie er bereits früher mitgeteilt hatte. In Einzelfällen könne der Anstieg bis zu 20 Prozent betragen, etwa im Hinblick auf hohe Franchisen.

Grund für den Anstieg sind die erneut steigenden Gesundheitskosten. Der Krankenkassenverband Santésuisse geht für 2015 von einem Kostenanstieg um 3,5 Prozent in der obligatorischen Grundversicherung aus.

Wachstumstreiber sind höhere Kosten für ambulante Behandlungen im Spital und die nach dem Zulassungsstopp gestiegene Anzahl niedergelassener Spezialärzte. Aufgrund dieser Kostenschätzung rechnet der Verband mit 3 bis 4 Prozent Prämienanstieg.

sda/rem

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