VERKEHR: Muotabrücke kommt an eine andere Stelle

Die geplante Muotabrücke im Südwesten von Schwyz soll an einer anderen Stelle gebaut werden als geplant. Der Gemeinderat hat auf ein anderes Kaufrechtsangebot reagiert. An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch wurde das entsprechende Geschäft deshalb abtraktandiert.

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Das entsprechende Geschäft kommt am Mittwoch nicht vor die Gemeindeversammlung in Schwyz. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das entsprechende Geschäft kommt am Mittwoch nicht vor die Gemeindeversammlung in Schwyz. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das ursprünglich vorgesehene Werkareal der Aufdermaur Söhne AG mit einer Fläche von rund 14'700 Quadratmetern wird trotzdem an einen neuen Besitzer übergehen. Und zwar übernimmt es die direkt benachbarte Felchlin AG. Die Schokoladenfabrik könne somit auf dieser Liegenschaft ihre langfristigen Expansionspläne realisieren, teilte der Schwyzer Gemeinderat am Montag mit.

Als Kompensation dafür gewährt die Schokoladenfabrik der Gemeinde ein Kaufrecht im nördlichen Bereich ihrer bestehenden Liegenschaft. Dieses umfasst einen Planungskorridor von etwas mehr als 2000 Quadratmetern, auf welcher die vorgesehene Erschliessungslösung gemäss einer ersten Machbarkeitsskizze realisiert werden könne.

Der Kaufpreis liegt mit 580 Franken pro Quadratmeter genau gleich hoch, wie er für das ursprüngliche Werkareal vorgesehen gewesen wäre. Die derzeitige Grundeigentümerin aber müsse mit zwei Millionen Franken entschädigt werden, da sie wegen der künftigen Strasse zu betrieblichen Umstrukturierungen gezwungen werde, heisst es weiter.

Mit der Brücke will die Gemeinde Schwyz das Arbeitsgebiet zwischen Seewen und Ibach besser erschliessen. Als erste Massnahme will der Gemeinderat an der kommenden Gemeindeversammlung die Gewährung eines Planungskredits von 650'000 Franken beraten. Am 15. Juni 2014 soll das Volk an der Urne darüber befinden.

Läuft alles nach Plan, kann in zwei Jahren über die notwendige Anpassung des Zonen- und Erschliessungsplans sowie über den Baukredit abgestimmt werden. Aus heutiger Sicht geht die Gemeinde von einem Investitionsvolumen - inklusive Landerwerb - von 15 bis 19 Mio. Franken aus. (sda)