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VERKEHR: Muri: Sanierungspläne stossen auf Kritik

Der Kanton Aargau und die Gemeinde Muri stellen den neusten Planungsstand zur Sanierung der Luzernerstrasse vor. Mit Baubeginn ist frühestens Mitte 2021 zu rechnen.
Die Luzernerstrasse in Muri (Blickrichtung Stadtzentrum) soll saniert werden. (Bild: Stefan Kaiser (22. Januar 2018))

Die Luzernerstrasse in Muri (Blickrichtung Stadtzentrum) soll saniert werden. (Bild: Stefan Kaiser (22. Januar 2018))

Muri hat ein Verkehrsproblem. Täglich passieren rund 14 000 Fahrzeuge die Einwohnergemeinde. Davon sind 5 Prozent Sattelschlepper. Die Einwohnergemeinde selber zählt weniger als 8000 Einwohner. In den Stosszeiten herrscht Stau. Ein grosses Ärgernis für viele Anwohner. Das wurde auch vergangenen Dienstagabend an der Informationsveranstaltung zum Sanierungsprojekt der Luzernerstrasse wieder deutlich. Der Kanton Aargau und die Gemeinde Muri stellten den vorläufigen Entwicklungsstand der Sanierungspläne vor und nahmen Rückmeldungen aus der Bevölkerung entgegen. Diese kamen zahlreich und mit Nachdruck. Denn das Thema Verkehr brennt den Murianern schon lange unter den Nägeln.

Die Luzernerstrasse in Muri ist in die Jahre gekommen. Im Zuge der Sanierung will die Gemeinde zusammen mit dem Kanton die Strasse umstrukturieren, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Strasse als öffentlichen Raum aufzuwerten und den Verkehrsfluss zu erleichtern. Der derzeitige Planungsstand sieht drei grundlegende Veränderungen vor, um diese Ziele zu erreichen: einen Mehrzweckstreifen in der Mitte der Fahrbahn, eine Öffnung des «Muris-S» und einen «Turbokreisel».

Kanton schlägt Mehrzweckstreifen vor

Vom Dorfeingang zirka zwanzig Meter vor dem Restaurant Engel bis zum Kreisel in der Dorfmitte schlägt das Kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) eine dritte Fahrbahn in der Mitte der Strasse vor, die als sogenannten Mehrzweckstreifen von beiden Seiten befahren werden kann. Autofahrer können hier Fahrräder überholen oder beim Linksabbiegen auf eine Lücke warten, ohne den Verkehr zu behindern. «Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen gemacht mit solchen Mehrzweckstreifen», versichert der Gesamtprojektleiter des Kantons, Marius Büttiker. «Diese Massnahme beruhigt den Verkehrsfluss und erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.» Damit der Mehrzweckstreifen nicht missbraucht wird, um sich im Stau vorzudrängeln, wird er von mehreren Verkehrsinseln unterbrochen.

Das «Säli» des Restaurants Frohsinn

Als zweite Massnahme stellt das BVU eine Verbreiterung des «Muri-S» vor. Durch den Kauf des «Säli» des Restaurants Frohsinn wird es möglich, die enge zweite Kurve der S-förmigen Doppelkurve durch den zusätzlichen Platz zu vergrössern. «Wir sind sehr froh, dass sich der Wirt des ‹Frohsinn› bereit erklärt hat, uns das Säli zu verkaufen», sagt die SVP-Gemeinderätin Milly Stöckli. «Es geschieht selten, dass jemand so grosszügig der Gemeinde entgegenkommt.»

Drittens soll der bestehende Kreisel in der Dorfmitte zum «Turbokreisel» werden. Dabei bleibt die Grösse des Kreisels wie bisher. Nur die Spurführung wird dahingehend geändert, dass die Zufahrt von der Luzerner-, Aarauer- und Zürcherstrasse zum Kreisel zweispurig wird. Eine Spur für jene, die auf der äusseren Spur des Kreisels bleiben und bei der nächsten Ausfahrt wieder aus dem Kreisel austreten. Eine zweite Spur für jene, die auf der inneren Spur des Kreisels bis zur jeweils zweiten oder dritten Ausfahrt im Kreisel bleiben. «Wir haben dieses Model hier in Muri mit Simulationen getestet und schätzen, dass es die Leistungsfähigkeit des Kreisels um etwa fünfzehn Prozent steigern wird, ohne dass jemand auch nur einen Quadratmeter seines Landes an die Strasse abtreten muss», sagt Marius Büttiker und steht mit ganzem Herzen auch hinter dieser Massnahme.

Zufahrt bleibt schwierig

Kritik am derzeitigen Planungsstand gab es von der Bevölkerung reichlich. Besonders die Erleichterung der Zufahrten von Nebenstrassen auf die Luzernerstrasse wurde den Planern ans Herz gelegt. Wolle man, dass das Volk die Vorlage akzeptiert, müssten diese Mängel behoben werden. Büttiker erläutert die Problemlage in diesem Punkt: «Vereinfachte Zufahrten zur Hauptachse fördern den Schleichverkehr auf Nebenstrassen.» Das wolle man vermeiden.

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

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