VERKEHR/SCHNEESPORT: Sturm und Lawinengefahr in den Berggebieten

Wegen stürmischen Winden und Lawinengefahr sind am Donnerstag in den Schweizer Alpen etliche Strassen, Zugstrecken und Luftseilbahnen gesperrt worden – auch in der Zentralschweiz.

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Wellen im Zugersee Mitte Februar 2009. (Leserbild Boris Häusermann)

Wellen im Zugersee Mitte Februar 2009. (Leserbild Boris Häusermann)

Zwischen Realp und Hospental im Kanton Uri war kein Durchkommen mehr. Sowohl die Bahnlinie wie auch die Strasse wurden wegen Lawinengefahr unterbrochen. Lawinenniedergänge drohten auch zwischen Andermatt und Tschamut-Selva, weshalb auch diese Strecke für Züge den ganzen Tag geschlossen wurde, wie die SBB im Internet bekannt machten.

Mehrere Strassensperrungen
Im Berner Oberland und in der Innerschweiz waren diverse Strassen wegen Schnee und Lawinengefahr unpassierbar. Gesperrt waren etwa die Strassen von Linthal nach Urnerboden, Wassen nach Meien, Unterschächen nach Urigen und Untere Gantrischhütte nach Schwefelbergbad, wie die Verkehrsinformation Viasuise und der Verkehrsclub Schweiz (TCS) mitteilten.

Wegen Sturms musste die Luftseilbahn von Kriens auf den Pilatus den Betrieb ganztägig einstellen. Kein Schneesportbetrieb war auch am Titlis möglich, alle Ski- und Sessellifte wurden wegen Wind und Lawinengefahr abgestellt. Auf dem Titlis und auf dem Weissfluhjoch oberhalb von Davos wurden laut MeteoSchweiz Böenspitzen von 115 Kilometer pro Stunde (km/h) gemessen, auf dem Pilatus erreichten die Bösen Spitzen von 75 km/h. Auf dem Jungfraujoch erreichte der Wind Spitzen von 108 km/h. MeteoSchweiz rechnete für Donnerstagnachmittag und -abend sogar noch mit einer Zunahme der Windspitzen.

ap