Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

VERLUST: Freienbach bekommt die Finanzkrise zu spüren

Im Frühjahr 2008 hatte sich der Gemeinderat entschlossen, ein alternatives Investment in ein strukturiertes Produkt eines ortsansässigen Finanzinstituts zu tätigen. Und er verspekulierte sich.
Blick auf Freienbach. (Bild pd)

Blick auf Freienbach. (Bild pd)

Das gesamte Investment betrug damals gegen 5 Mio. Franken und machte zu jenem Zeitpunkt weniger als 10% der frei verfügbaren Geldmittel aus, wie die Gemeinde mitteilt. Diese Geldanlage wurde, im Gegensatz zu den laufenden Festgeldern, als langfristiges Engagement mit einem Zeithorizont von 4 bis 5 Jahren getätigt. Das investierte Geld sollte nämlich dann zur Verfügung stehen, wenn die im Finanzplan der Gemeinde eingeplanten Investitionen in die Realisierungsphase kommen und bezahlt werden müssen.

«Grundsätzlich seriöse» Anlage
Leider sei das Investment nicht von der Krise an den Finanzmärkten verschont geblieben. Alles in allem musste auf der Anlage bis Ende Jahr netto ein aktueller Buchverlust von knapp 29%, respektive 1,45 Mio. Franken hingenommen werden. Bei dieser Werteinbusse handle es sich allerdings nicht um realisierte Verluste. Da die Anlage «grundsätzlich seriös» sei, ist der Gemeinderat überzeugt, dass die Anlage im Laufe der nächsten Jahre die Buchverluste wieder wett machen wird und sieht deshalb von einer Veräusserung zum heutigen Zeitpunkt ab. Dem Buchverlust des strukturierten Produktes stehen Erträge bei den übrigen Anlagen wie Festgelder von 0,58 Mio. Franken gegenüber, was einer Rendite zwischen 2,5% und 3% entspricht.

Der Gemeinderat habe die Konsequenzen aus diesem Ereignis gezogen und noch vor Jahresende 2008 beschlossen, in Zukunft auf ähnliche Investments zu verzichten, wie es weiter heisst. Kurzfristig nicht benötigte Geldmittel werden demnach künftig ausschliesslich in Produkte wie Festgelder, Kassenobligationen und Bundesobligationen investiert werden. Die grösstmögliche Anlagesicherheit hat damit einer möglichen Renditeoptimierung vorzugehen.

Transparenz gegenüber der Bevölkerung
Diese Angaben werden ebenfalls in der Jahresrechnung 2008, welche Ende März 2009 in sämtliche Haushalte zugestellt wird, wie auch in den folgenden Jahresrechnungen transparent ausgewiesen, damit die Bürger von Freienbach die Entwicklung der Anlage laufend nachvollziehen können.

Die Gemeinde Freienbach besitzt per Ende 2008 flüssige Mittel, Festgelder und übrige Anlagen von rund Fr. 47 Mio. Die flüssigen Mittel betragen 8 Mio. Franken, die Festgeldanlagen 36 Mio. Franken und die übrigen Anlagen 3 Mio. Franken.

scd

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.