«Verschleppte Untersuchung» im Luchs-Fall

Eine zögerliche Untersuchung und versäumte Beweisabnahmen: Das Schwyzer Kantonsgericht kritisiert die Arbeit der Staatsanwaltschaft im Luchs-Fall.

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Mitglieder der Polizei-Spezialeinheit «Luchs», hier bei einer Demonstration in einem alten Hotel auf dem Bürgenstock. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Mitglieder der Polizei-Spezialeinheit «Luchs», hier bei einer Demonstration in einem alten Hotel auf dem Bürgenstock. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Seit September 2005 zieht sich das Verfahren zur Intervention der Polizei-Sondereinheit Luchs in Arth inzwischen hin. Die beiden mutmasslichen Geschädigten, die damals 17 und 22 Jahre alt waren, haben die Luzerner Polizei nach dem Vorfall wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Amtsmissbrauch und Unterlassung der Nothilfe verklagt. Ein Urteil steht noch immer aus.

Ein Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 22. März, der unserer Redaktion vorliegt, gibt Einblick in das laufende Beschwerde-Ping-Pong: Im Kantonsgerichtsbeschluss wird explizit festgehalten, dass die Beschwerdeführer, also die beiden Opfer, «zu Recht die zögerliche Untersuchungsführung und überlange Verfahrensdauer rügen.»

Bruno Schelbert, der Anwalt eines Opfers: «In der Schweiz tun sich die Strafverfolgungsbehörden generell schwer, ein Strafverfahren gegen Polizeibeamte zu führen.» Er stellt die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft in Frage, da diese immer wieder auf die Zusammenarbeit mit der Polizei angewiesen sei.

Jérôme Martinu und Guy Studer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.