VICTORINOX: China soll neuer Sackmesser-Markt werden

Als Partner im «Swiss House» in Peking ist der Ibacher Sackmesser-Hersteller Victorinox kaum zu übersehen. Das soll sich auch nach den Olympischen Spielen nicht ändern.

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Mitarbeiter beim Aufstellen des Victorinox-Stands im «House of Switzerland» in Peking. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mitarbeiter beim Aufstellen des Victorinox-Stands im «House of Switzerland» in Peking. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Aus diesem Grund eröffnet Victorinox 2009 in Peking und Shanghai eigene Markenläden für seine Messer, Uhren, Kleider, Koffer und Parfüms, wie es in einem Artikel der Ausgabe vom Dienstag von «Cash Daily» heisst. Zurzeit existieren in ganz China 350 Orte, an denen solche Produkte über den Ladentisch gehen.

Innert fünf bis zehn Jahren sollen es doppelt so viele sein. Man wolle nur Standorte an bester Lage, sagte Victorinox-Sprecher Hans Schorno gegenüber «Cash Daily». Bei einem Gesamtumsatz von 500 Mio. Franken macht der asiatische Markt zurzeit 11% aus (Zahlen 2007, Schweiz: 20%, Deutschland: 11%, übriges Europa: 23%, Amerika: 27%, Afrika: 1%).

Auch in Europa wolle man die Präsenz sukzessive verstärken: So wird etwa im Herbst in London der erste Flagship-Store eröffnet.

Immer mehr Fälschungen
Ein Wermutstropfen aber bleibt. So wächst die Zahl gefälschter Produkte aus China rasant. «Cashdaily» gegenüber führte Hans Schorno aus: «Plagiate und Fälschungen fressen uns einen Umsatz in mehrstelliger Millionenhöhe weg.» Zudem liefere China heute jährlich über 60 Millionen Taschenmesser in die USA, den wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens. Das sind rund zehnmal mehr als die Victorinox.

scd