VICTORINOX-JUBILÄUM: Schön, scharf und eine faire Sache

Das Familienunternehmen Victorinox in Ibach feiert sein 125-Jahr-Jubiläum. Und der Feiern nicht genug: Das Unternehmen durfte am Mittwoch in Zürich den Fairnesspreis entgegennehmen.

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In der Taschenmesser-Produktion von Victorinox. (Bild EQ)

In der Taschenmesser-Produktion von Victorinox. (Bild EQ)

Millionen von Menschen benutzen das kleine rote Messer mit dem Schweizer Kreuz als ständigen Begleiter. An der neuen Sonderausstellung im Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz (Start am 16. Mai) dreht sich alles um das weltberühmte Werkzeug. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem kürzlich verstorbenen Sammler Horst A. Brunner aus Winterthur und der Messerfabrik Victorinox in Ibach entstanden. Das Familienunternehmen kann dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern.

In der Inszenierung von Kuratorin Pia Schubiger wird auf einem Parcours eine Vielfalt an historischen Klappmessern präsentiert: vom Faustkeil aus der Steinzeit bis zum jüngsten Sackmesser mit MP3-Player oder Memorystick für den Computer. Die Ausstellung ist aufgeteilt in verschiedene Themen und zeigt zahlreiche Raritäten und Spezialanfertigungen, darunter auch das grösste Sackmesser der Welt mit 314 Klingen.

Faire Personalpolitik ausgezeichnet
Am 13. Mai wurde Victorinox im Festsaal der Kaufleuten Restaurants in Zürich der 2. Schweizer Fairness-Preis verliehen. Wie es in der Begründung der Jury heisst, wurde mit dem Fairness-Preis 2009 nach besonders fairen und eigenständigen Modellen der Personalführung gesucht. Die Victorinox AG habe nicht nur sie sondern auch das Publikum bei der Online-Wahl mit einer zukunftsweisenden Personalpolitik auf den drei Säulen «Integration, Arbeitsmarktfähigkeit und Gleichheit» überzeugt.

Ein paar Beispiele dieser Personalpolitik:

  • Praktikumsplätze für junge handicapierte Menschen
  • Innovative Mitgestaltungspolitik, durch die 15 Prozent der Mitarbeitenden an benachbarte Unternehmen ausgeliehen wurden, damit keine Entlassungen nötig wurden
  • Verdoppelung der Sozialzulagen

Daniela Bellandi/Neue SZ; ana

Einen ausführlichen Artikel zur Sonderausstellung in Schwyz lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.