VICTORINOX: Neuer Alpenduft soll nach Übersee wehen

Victorinox steht für das Swiss-Army-Messer. Die Schwyzer Firma steigt nun im grossen Stil ins Parfümgeschäft ein.

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Sackmesser und Parfüms ? eine explosive Mischung. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Sackmesser und Parfüms ? eine explosive Mischung. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Der weltberühmte Hersteller des Swiss-Army-Messers, die Ibächler Firma Victorinox, hat für 2008 Grosses vor. «Wir planen, im Laufe des Spätherbstes 2008 in den USA und in Kanada mit eigenen Produkten in die Regale der Parfümerien zu kommen», bestätigt Matthias Seyfang, stellvertretender Marketingleiter bei Victorinox. Anschliessend, spätestens zu Beginn 2009, kommt das Swiss-Army-Parfüm dann auch in der Schweiz und in der EU zum Verkauf.

Der Einstieg ins Parfümgeschäft wurde in Ibach von langer Hand vorbereitet. Mit der Übernahme der Firma Wenger im Jahre 2005 machten die Ibächler die ersten Schritte ins Parfümgeschäft, weil Wenger bereits über eine eigene Produktereihe verfügte. In der Zwischenzeit wurde die Marke aber neu positioniert und der Einstieg unter dem neuen Label der Firma Victorinox gut vorbereitet. «Wir wollten Schritt um Schritt vorwärtsgehen, denn der Parfümmarkt in der Schweiz und in Europa ist heikel und schwierig», erklärt Seyfang. Nur wer gut vorbereitet sei, habe überhaupt eine Chance.

Klare Wachstumsziele
Jetzt ist man in Ibach so weit gerüstet, dass der grosse Schritt gewagt werden kann. Während die Wenger-Produkte bisher lediglich in Südamerika und im Mittleren Osten erhältlich waren, soll nun also grossflächig ins Duftwassergeschäft eingestiegen werden. Die Zielvorgaben und Erwartungen sind klar, auch wenn Victorinox mit der Veröffentlichung von Zahlen wie bei den Messern auch bei den Parfüms zurückhaltend ist. Bisher wurden pro Jahr zwei Millionen Fläschchen verkauft. Jetzt erwartet man auf den bestehenden Märkten einen Zuwachs von 5 Prozent. Seyfang: «Insgesamt wollen wir aber im Parfümgeschäft 25 Prozent wachsen, wobei allein rund 20 Prozent davon natürlich auf den Einstieg in die neuen Märkte geht.»

Jürg Auf der Mauer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.