Victorinox-Patron ist Unternehmer des Jahres

Victorinox-Patron Carl Elsener gewinnt am Samstagabend in der Fernsehshow «SwissAward - Die Millionengala» im Zürcher Hallenstadion den Swiss Award in der Kategorie Wirtschaft. Der «Schweizer des Jahres» 2011 heisst Didier Cuche.

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Victorinox-Patron Carl Elsener gewinnt den Swiss Award in der Kategorie Wirtschaft. (Bild: Keystone)

Victorinox-Patron Carl Elsener gewinnt den Swiss Award in der Kategorie Wirtschaft. (Bild: Keystone)

Ein besseres Trostpflaster hätte sich Cuche nach seiner Niederlage am Lauberhorn nicht vorstellen können: Während es wenige Stunden vorher nur für den 15. Rang gereicht hatte, holte er sich am Abend den ersten Preis in Sachen Beliebtheit.

21,86 Prozent der Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer gaben dem 37-jährigen Sportler ihre Stimme. Er sei überwältigt, sagte er während einer Videoschaltung aus Wengen. «Ein Riesendankeschön an alle.» Der Preis sei seine grosse Genugtuung. Ausserdem gab die Rockband Gotthard ihr Comeback.

Der Name des jüngsten Preisträgers wird nun an einem Gedenkstein auf der Älggi-Alp im Kanton Obwalden, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz, verewigt. Bereits eingraviert sind auf dem Metallschild unter anderem die Haiti-Helfer Marianne Kaufmann und Rolf Maibach, Kinderherzchirurg René Prêtre, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Schwinger Jörg Abderhalden und Fussballtrainer Köbi Kuhn.

Schwyzer geehrt

Auch ein Wirtschaftsführer wurde geehrt: Carl Elsener, Chef der Taschenmesserfirma Victorinox, weil dieser mit der Expansion der erfolgreichen Marke ein Stück Swissness in der ganzen Welt verbreite. In der Endausscheidung landete er unter den 18 Kandidaten auf dem dritten Gesamtplatz.

Sandra Studer mit Marianne Barthelmy und Rolf Maibach (Bild: SRF / Paolo Foschini)
18 Bilder
Didier Cuche ist Schweizer des Jahres. (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Gruppenbild der Gewinner (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Lilo Pulver (Bild: Keystone)
Die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter gewinnt den SwissAward 2011 in der Kategorie Politik. (Bild: Keystone)
Hochseilkünstler Freddy Nock gewinnt den SwissAward in der Kategorie Show. (Bild: Keystone)
Victorinox-Patron Carl Elsener gewinnt den Swiss Award in der Kategorie Wirtschaft. (Bild: Keystone)
Freddy Nock mit Laudator Massimo Rocchi (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Marco Blaser, Laudator Mummenschanz (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Moderatorin Sandra Studer (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Christa Rigozzi und Sven Epiney (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Stress (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Sinplus (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Plüsch (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Bastian Baker (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Gotthard (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Gotthard (Bild: SRF / Paolo Foschini)
Der Skirennfahrer Didier Cuche wurde per Video in die Sendung geschaltet. Er erhielt 21,86 Prozent aller Stimmen des Fernsehpublikums. (Bild: Keystone)

Sandra Studer mit Marianne Barthelmy und Rolf Maibach (Bild: SRF / Paolo Foschini)

Lifetime-Award für Lilo Pulver

Der Preis für das Lebenswerk wurde an die Schauspielerin Lilo Pulver verliehen, die sich mit ihrem typisch herzlichen Lachen dafür bedankte. Sie sei sehr glücklich darüber, sagte die 82-Jährige. «Das ist ein glanzvoller Höhepunkt in meinem Leben.»

Verliehen wurden an diesem Abend auch Auszeichnungen in den Kategorien Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Show. Den Politik-Preis holte sich die St. Galler Justizdirektorin und Ständerätin Karin Keller-Sutter, die wegen ihres konsequenten Vorgehens gegen Fussball-Hooligans in der ganzen Schweiz bekannt wurde.

Der Gesellschafts-Preis ging an die beiden Solar-Impulse-Pioniere Bertrand Piccard und André Borschberg. Sie wurden für ihren ersten erfolgreichen Europaflug mit einem Solarflugzeug ausgezeichnet.

Mummenschanz und Freddy Nock

Die Macher des Figurentheaters Mummenschanz holten sich die Trophäe in der Kategorie Kultur. Floriana Frassetto und Bernie Schürch wurden für ihre 40-jährige Karriere ausgezeichnet - holten den Preis aber nicht selber ab, weil sie einen Auftritt in Lugano hatten und diesen auch für den «SwissAward» nicht absagen wollten.

Hochseilartist Freddy Nock durfte die Trophäe in der Kategorie Show entgegennehmen. Er brach im letzten Jahr sieben Weltrekorde an sieben Tagen und sammelte damit Geld für ein Hilfsprojekt in Bangladesh.

sda/rem