Victorinox übernimmt Wenger-Sackmesser

De Taschen- und anderen Messer der Marke Wenger aus Delsberg verschwinden vom Markt. Das Schwyzer Traditionsunternehmen Victorinox integriert die bereits ihm gehörende Firma und lässt die Messer künftig unter der eigenen Marke segeln.

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Victorinox übernimmt die Marke Wenger. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Victorinox übernimmt die Marke Wenger. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Wie Victorinox am Mittwoch mitteilte, bleiben alle Arbeitsplätze bei Wenger erhalten. Keine Änderungen gibt es beim Uhren- und Lizenzgeschäft von Wenger.

Im Lizenzgeschäft bietet Wenger als wichtigste Sparte Reisegepäck und Aktentaschen an. Hinzu kommen Camping- und Outdoorartikel, Leder- Utensilien, Sportbrillen und anderes mehr.

Der Wenger-Standort in Delsberg bleibt erhalten. Die Niederlassung in den USA wird mit dem Victorinox-Sitz in Monroe (Connecticut) zusammengelegt. Wie Victorinox-Sprecher Urs Keiser auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, ist auch dort im Einklang mit der Firmenpolitik kein Arbeitsplatzabbau geplant.

Wie Victorinox schreibt, können viele Konsumenten die Messer von Victorinox und Wenger kaum unterscheiden. Da weltweit der Verdrängungskampf zunehme, mache das Setzen auf nur eine Messermarke Sinn.

Die bisherige Konkurrenz entfalle. Die Bündelung der Kräfte ermögliche eine klare strategische Position sowie eine Konzentration der Investitionen in Produkte, Sortiment und Vertrieb.

Victorinox hatte Wenger 2005 gekauft, um die damals angeschlagene Firma nach eigenen Angaben in Schweizer Händen zu halten. Wenger beschäftigt aktuell 248 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 193 davon in Delsberg, 47 in den USA und 8 an anderen Standorten. Die Messerproduktion umfasst rund 2,2 Millionen Stück im Jahr.

Bei Victorinox arbeiten rund 1900 Personen. Das Familienunternehman mit Sitz in Ibach (Gemeinde Schwyz) stellt jährlich 25 Millionen Messer her. Daneben gibt es Victorinox-Uhren, - Gepäck, -Bekleidung und sogar -Parfüm.

sda