VIRUS: Infektionskarte: Hier lauern die heiklen Zecken

Der Frühling kommt und die Zecken stechen wieder. Eine Verbreitungskarte zeigt nun erstmals die tatsächlichen Infektionsraten von Zecken in der Schweiz.

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Im Wald ist besondere Vorsicht geboten. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Im Wald ist besondere Vorsicht geboten. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die neu erstellte Karte basiert auf der tatsächlichen Infektionsrate der Zecken mit dem Virus und vervollständigt damit die bisherige Risikoeinschätzung, die sich auf Krankheitsfälle stützt. Bisher existierte nur eine Risikokarte. Allerdings stellt die neue Karte eine Momentaufnahme dar, die sich auf den genauen Zeitpunkt und die spezifischen Orte bezieht, die in der Studie untersucht wurden, wie das VBS in einer Mitteilung schreibt.

Rot eingezeichnet sind die Gebiete mit den gefährlichen Zecken. (Karte VBS)

Die grösste Anzahl gefährlicher Zecken (3 von 545 untersuchten Zecken waren gefährlich) gibt es im Kanton Luzern in Dagmersellen, vor Ebikon (1/441). In den weiteren Zeckengebieten (Entlebuch, Hochdorf, Emmen, Knutwil und Neuenkirch) sind keine verdächtigen Zecken festgestellt worden. In den Kantonen Ob- und Nidwalden konnte lediglich in Alpnach (1/384) eine verdächtige Zecke nachgewiesen werden. Im Kanton Schwyz befinden sich in Freienbach (2/434) und Gersau (1 von 546) sogenannte FSME-positive Zecken. Im Kanton Uri sind in Schattdorf (2/411) und Sisikon (2/430) und im Kanton Zug in Steinhausen (4/474) gefährliche Zecken nachgewiesen worden. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt allen Personen in den Zeckenhirnhautentzündungs-Gebieten, sich gegen die Krankheit zu impfen.

rem