VOLKSRECHTE: Schwyzer KESB-Initiative eingereicht

Bei der Schwyzer Staatskanzlei ist am Freitag die mit rund 4000 Personen unterzeichnete Initiative «Keine Bevormundung der Bürger und Gemeinden» eingereicht worden. Das Begehren bekämpft die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) in ihrer heutigen Form.

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Die Staatskanzlei bestätigte auf Anfrage die vom Komitee angekündigte Einreichung der Initiative. Nötig für das Zustandekommen sind 2000 gültige Unterschriften. Die Initiative verlangt, dass die KESB wieder von den Gemeinden geführt werden.

Die Initianten wollen laut eigenen Angaben, dass Entscheide im Bereich der Fürsorge wieder dort gefällt würden, wo sie anfielen, nämlich «bürgernah» in den Gemeinden. Über Menschen in Not sollten keine verwaltungstechnischen Verfügungen getroffen werden, sondern das Recht auf Selbstbestimmung müsse gewahrt bleiben.

Mit der Einführung von Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden hatten die Kantone auf Geheiss des Bundes 2013 das Vormundschaftswesen reorganisiert. Im Kanton Schwyz übernahm das kantonale Amt für Kindes- und Erwachsenenschutz Ausserschwyz sowie jenes in Innerschwyz die Aufgabe von den Gemeinden. (sda)