VOLKSRECHTE: Schwyzer Regierung lehnt Kantonalbank-Initiative ab

Der Kanton solle der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) keine Vorschriften zum Filialnetz machen. Der Regierungsrat lehnt die Volksinitiative "Rettet die SZKB-Filialen" ab, die verlangt, dass die Bank in jedem Ort mit mehr als 2500 Einwohnern eine Niederlassung unterhält.

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Logo der Schwyzer Kantonalbank (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Logo der Schwyzer Kantonalbank (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Der Regierungsrat habe seinen Entscheid nach dem Abwägen der Argumente des Initiativkomitees sowie der SZKB und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht gefällt, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Da die Bank marktwirtschaftlich ausgerichtet sei, solle dem Bankrat genügend Handlungsspielraum eingeräumt werden, um das Filialnetz den jeweiligen aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen.

Der Regierungsrat kam bei seinen Abklärungen zum Schluss, dass die SZKB bezüglich des Filialnetzes gut abschneide. Zudem berücksichtige sie bei ihrem Dienstleistungsangebot nicht nur rein betriebswirtschaftliche Kriterien.

Anlass der Initiative war die Schliessung der SZKB-Filialen in Freienbach, Immensee, Ibach und Seewen. Zur Zeit hat die Bank gemäss dem regierungsrätlichen Bericht an den Kantonsrat 23 Filialen, 19 davon in Ortschaften mit mehr als 2500 Einwohnern und 4 in Orten mit weniger Einwohnern.

Nicht nur die Zahl der Einwohner sei massgebend für die Errichtung einer Filiale, sondern auch die Gesellschafts- und Sozialstruktur oder das Einkaufsverhalten, heisst es in dem Bericht.

Schwyz hat 23 Ortschaften, die mehr als 2500 Einwohner zählen. Würde die Initiative von den Stimmberechtigten gutgeheissen, müssten fünf Filialen neu oder wiedereröffnet werden. Immensee falle nicht darunter, heisst es in dem Bericht der Regierung. (sda)