Vor dem Crash noch abgesahnt

Bevor der Millionenbetrüger Salvatore Paulangelo aufgeflogen ist, haben ein Manager aus Ausserschwyz und sein Partner 580'000 Franken für sich gerettet. Ganz legal, wie das Zürcher Obergericht nun befand. In erster Instanz waren die zwei Geschäftsleute schuldig gesprochen worden, das Geld widerrechtlich abgezweigt zu haben.

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2003 brach das Imperium des Zürcher Spekulanten Paulangelo zusammen. Er setzte sich heimlich nach Italien ab und liess seine zahlreichen Kunden mit einem Schaden von rund 66 Millionen Franken zurück. Zu den Geprellten gehörten ein heute 37-jähriger Manager aus Ausserschwyz und sein um acht Jahre älterer Geschäftspartner.

Beide Kaufleute hatten nach dem Crash als erste Personen erkannt, dass Paulangelo in Wahrheit ein Betrugssystem nach dem Schneeballprinzip aufgezogen hatte. Noch am Tag seines Verschwindens wollten sie retten, was noch zu retten war und zweigten 580'000 Franken ab.

Beide Verteidiger stellten ihre Mandanten vor dem Zürcher Obergericht als Opfer dar. Das Zürcher Obergericht hat in seinem nun eröffneten Urteil beide Angeschuldigten von den Wirtschaftsdelikten umfassend freigesprochen.

zsz/kst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der «Neuen Schwyzer Zeitung».