VORDERTHAL: «In 17 Sätzen haben sie alles geregelt»

Scharf und eloquent gab sich alt Bundesrat Christoph Blocher an der Bundesfeier in Vorderthal. Er sparte nicht mit ätzender Kritik an der aktuellen Schweizer Politik.

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Christoph Blocher während seiner Rede. (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Christoph Blocher während seiner Rede. (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Die Personenfreizügigkeit und die Abstimmung über die Ausdehnung dieser Freizügigkeit, HarmoS, Armee und ein wenig Geschichte. Dazu äusserte sich alt Bundesrat Christoph Blocher an der Nationalfeier in Vorderthal. Lediglich am Thema Geschichte liess er einige gute Haare. Zu allen anderen Themen fand er büschelweise Haare in der Suppe.

Auf die Wurzeln besinnen
Blocher führte aus, dass sich die Schweizer auf ihre Wurzeln zurückbesinnen müssen. Diese habe man 1291 mit dem Verfassen des Bundesbriefs gepflanzt. «Und bisher haben diese Wurzeln auch immer für Halt gesorgt», so der alt Bundesrat. Die aktuelle Politik allerdings, diese trete die Wurzeln mit Füssen. «Und damit auch den Willen des Volks.»

Als Beispiel führte Blocher die anstehende Abstimmung über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit an. «Hier dürfen wir auf zwei Fragen nur eine Antwort geben. Obwohl die Politik das anders versprochen hatte.» Das sei ein Aushebeln der direkten Demokratie. Und dagegen müsse sich das Volk wehren. «Um das zu verändern, müsst ihr halt die richtigen Leute wählen.»

Kleines Papier, grosse Wirkung
Zwar sei der Bundesbrief mit 24 auf 31 Zentimeter nur ein kleines Papier. «Er hat aber bis heute grosse Wirkung», sagte Christoph Blocher. Damals habe man sich versprochen, gegen fremde Richter und Obrigkeiten vorzugehen. «In 17 Sätzen haben sie alles geregelt. Heute erkennt man fremde Vögte schwer. Sie kommen auf leisen Sohlen.»

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.