WAHLEN: Schwyzer SVP-Politiker kandidiert wild um Regierungssitz

Der ehemalige SVP-Kantonsrat und Gastrounternehmer Roland Urech aus Goldau will Schwyzer Regierungsrat werden. Der ehemalige Bankleiter kandiert wild. Ausschlaggebend für seine Kandidatur sei die Finanzpolitik der gegenwärtigen Regierung.

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Roland Urech aus Goldau kandidiert wild. (Bild: PD)

Roland Urech aus Goldau kandidiert wild. (Bild: PD)

Urech meldete seine Kandidatur am Dienstag der Schwyzer Staatskanzlei, wie er am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Der 57-jährige frühere Bankleiter und jetzige Take-away-Unternehmer kandiert auf einer "freien Bürgerliste". Von der SVP wird er nicht unterstützt. Urech war von 2000 bis 2012 SVP-Kantonsrat.

Er habe sich kurzfristig für eine Kandidatur entschieden, sagte Urech. Grund sei die "desaströse Finanzlage im Kanton Schwyz". Die gegenwärtige Regierung habe es über Jahre verschlafen, effektive Massnahmen zu ergreifen. Seine Wahlchancen erachtet Urech als "gering". Er wolle im Wahlkampf wichtige Denkanstösse geben.

Roland Urech ist bereits der elfte Kandidat, der sich bei den Wahlen am 20. März um einen der sieben Schwyzer Regierungssitze bewirbt. Die Bisherigen Andreas Barraud, André Rüegsegger (beide SVP), Othmar Reichmuth (CVP) sowie Kaspar Michel und Petra Steimen-Rickenbacher (beide FDP) treten erneut an.

Zudem steigen die Neulinge René Bünter (SVP), Andreas Meyerhans und Michael Stähli (beide CVP) ins Rennen. Für die Linken kandidieren Paul Furrer (SP) und Birgitta Michel Thenen (Grüne).

Die bisherigen Regierungsräte Kurt Zibung (CVP) und SVP-Regierungsrat Walter Stählin geben nach 20 respektive 12 Jahren ihre Sitze frei. (sda)