Ab sofort gilt in der Zentralschweiz ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe

In den Kantonen Luzern, Schwyz, Zug, Ob- und Nidwalden gilt für den Wald und die Waldränder ab sofort ein absolutes Feuerverbot. Der Kanton Uri hatte ein dementsprechendes Verbot bereits am Montag erlassen.

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(sda/elo) Nachdem die Niederschläge am vergangenen Wochenende ausgeblieben sind, habe sich die Situation betreffend Waldbrandgefahr weiter verschärft, heisst es im Communiqué des Kantons Luzern vom Dienstag. Es ist deswegen bis auf Widerruf in der gesamten Zentralschweiz untersagt, im Wald und in Waldesnähe Feuer zu entfachen, das gilt auch für befestigte Grillstellen, wie zum Beispiel diese:

Bild: PD

Wer mehr als 50 Meter vom Wald entfernt ist, darf unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen Grillfeuer entfachen und Feuerwerke entzünden. Das Grillieren im Garten und auf dem Balkon bleibt erlaubt. Dieses Bild aus Wiggen vom 5. April zeigt einen Waldbrand im Gebiet Turnhalde:

Bild: PD

Das Schwyzer Umweltdepartement rechnet damit, dass die Trockenheit andauern wird. Kurze Regenphasen würden die Situation nicht entschärfen. Eine Entspannung sei frühestens nach einer intensiven Regenphase von mindestens zwei Tagen zu erwarten.

Ein Plakat für ein Feuerverbot im Kanton Luzern.

Ein Plakat für ein Feuerverbot im Kanton Luzern.

Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 21. April 2020)

Am Montag hatte in der Zentralschweiz bereits der Kanton Uri ein Feuerverbot für den Wald erlassen. In allen Zentralschweizer Kantonen gilt die Waldbrand-Gefahrenstufe vier von fünf. Das heisst konkret:

  • Es ist verboten, im Wald und in Waldesnähe (50 Meter Abstand) Feuer zu entfachen. Das gilt auch für eingerichtete Feuerstellen und Holz-/Kohle-Grills.
  • Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist verboten.
  • Das Entfachen von Höhenfeuern ist verboten.
  • Das steigen lassen von Heissluftballonen oder «Himmelslaternen» ist verboten.
  • Es ist verboten, brennende Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen.

Waldbrandgefahr: die aktuelle Lage

Hinweis: Weitere Informationen über die aktuelle Lage finden sich im Internet unter www.naturgefahren.ch oder unter www.waldbrandgefahr.ch