WALDBRANDGEFAHR: Wird Feuern bald verboten?

Die Kantone Wallis, Waadt, Jura, Freiburg und Genf haben wegen der Waldbrandgefahr ein Feuerverbot erlassen. In den Zentralschweizer Kantonen ist kein solches Verbot geplant.

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Beim Feuern im Freien ist Vorsicht geboten, ansonsten bald der Wald brennt. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Beim Feuern im Freien ist Vorsicht geboten, ansonsten bald der Wald brennt. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

«Wir hatten in Luzern in letzter Zeit mehrere Gewitter mit viel Regen, sodass bei uns keine akute Trockenheit herrscht», sagt Thomas Abt, Leiter der Abteilung Wald der Luzerner Dienststelle Landwirtschaft und Wald.

Doch obwohl die Waldböden noch genügend feucht sind, könnte demnächst ein Feuerverbot verhängt werden, wenn das trockene Wetter anhält.

Gemeinsamer Entscheid
Seit zwei Jahren koordinieren die sechs Zentralschweizer Kantone gemeinsam den Erlass eines solchen Verbots. «Dies jedoch nur, wenn die Situation in der gesamten Zentralschweiz gleich ist. Wenn zum Beispiel im Urnerland, wo es aufgrund des Föhns häufig trockener ist als in Luzern, ein Feuerverbot beschlossen wird, muss dieses nicht unbedingt auch für die anderen Zentralschweizer Kantone gelten», erklärt Thomas Abt. Die jeweiligen Kantonsförster beobachten die Waldböden und die Wetteraussichten und entscheiden daraufhin, ob eine Warnung oder ein Feuerverbot nötig ist. Erlassen wird das Verbot dann zeitlich koordiniert von den Zentralschweizer Kantonsforstämtern. «Da wir uns jetzt schon auf diesen Fall vorbereiten, kann ein Feuerverbot kurzfristig, innerhalb eines Tages, verhängt werden», sagt Thomas Abt.

Mirjam Gast/Neue LZ