WANGEN: Gemeinderat muss Steuererhöhung beantragen

Die Gemeinde hat zwar den Gürtel enger geschnallt, muss aber trotzdem rote Zahlen schreiben. Mit einer moderaten Steuererhöhung will man dem Trend entgegenwirken.

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Die Finanzen der Gemeinde Wangen erlauben zur Zeit kein Abheben. Im Bild die Patrouille Suisse an einer Übung auf dem Flugplatz Wangen 2010. (Bild: Archiv Neue SZ)

Die Finanzen der Gemeinde Wangen erlauben zur Zeit kein Abheben. Im Bild die Patrouille Suisse an einer Übung auf dem Flugplatz Wangen 2010. (Bild: Archiv Neue SZ)

Der Voranschlag 2015 der Gemeinde Wangen sieht inklusive Steuerfusserhöhung in der laufenden Rechnung ein Defizit von 351‘300 Franken vor, das mit dem vorhandenen Eigenkapital aber noch gedeckt sei, wie die Gemeinde am Dienstag mitteilt. Die Investitionsrechnung weise Nettoinvestitionen in Höhe von 875‘000 Franken auf.

Dabei hätten sich die Steuereinnahmen im Vergleich zu den Vorjahren gar noch stärker verringert und liegen im aktuellen Jahr per Ende Oktober rund 720‘000 Franken unter dem budgetierten Betrag.

Steuererhöhung um 10 Prozent beantragt

In Anbetracht der finanziell angespannten Lage und unter Berücksichtigung der möglichen Steuererhöhungen auf Stufe Bezirk und Kanton komme der Gemeinderat nicht darum herum, der Gemeindeversammlung eine weitere moderate Steuerfusserhöhung um 10 Prozent von heute 160 Prozent auf neu 170 Prozent zu beantragen, bedauert der Gemeinderat in der Mitteilung.

Fest stehe weiter auch, dass mit dem neuen Steuergesetz die Gemeinde Wangen ab 2016 weitere Mindereinnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern von etwa einer halben Million Franken haben werde. Damit werde der Spardruck auch in den kommenden Jahren hoch bleiben.

Viele Begehren abgelehnt

Bei der Beratung des Voranschlages 2015 habe der Gemeinderat sehr viele Begehrlichkeiten ablehnend beantworten oder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben müssen. Etwa Begehren des Wohn- und Pflegezentrums Stockberg Siebnen oder des Sportclubs Siebnen.

Der Gemeinderat habe auf der Ausgabenseite zahlreiche Massnahmen getroffen, und werde sich sich auch in Zukunft Gedanken für zusätzliche Einnahmen im Bereich der Verwaltungs- und Benützungsgebühren und beispielsweise der Hundesteuer machen müssen.

pd/uus