WANGEN: Pilot war zu schnell unterwegs

Im vergangenen August stürzte ein Kleinflugzeug bei Wangen in den Zürichsee. Jetzt zeigen die Untersuchungen, dass der Pilot zu schnell unterwegs war.

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Die Bergung des Flugzeugs war eine anspruchsvolle Aufgabe. (Archivbild March-Anzeiger)

Die Bergung des Flugzeugs war eine anspruchsvolle Aufgabe. (Archivbild March-Anzeiger)

Lena Berger

Es war eine spektakuläre Rettungsaktion, die schweizweit für Schlagzeilen sorgte: Im vergangenen August fuhr ein Kleinflugzeug in Wangen über die Piste des Flugplatzes hinaus, dann eine Böschung hinunter und fiel schliesslich in den Zürichsee. Die beiden 32- und 34-jährigen Insassen blieben unverletzt, doch die Feuerwehr musste eine Ölsperre auf dem See errichten, und es war der Einsatz eines Helikopters nötig, um das Flugzeug zu bergen.

In den See gekippt

Jetzt bestätigt ein Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust), was die Kantonspolizei Schwyz bereits einige Tage nach dem Unfall vermutete: Der Anflug auf die Piste erfolgte mit überhöhter Geschwindigkeit. Der Pilot konnte das Flugzeug deshalb nicht rechtzeitig zum Stillstand bringen. Dieses setzte zuerst im Bereich der Pistenmitte auf, gefolgt von einem zweiten Aufsetzen rund 50 Meter weiter. Am Ende der Piste driftete das Flugzeug nach rechts auf die Wiese und kippte, beinahe im Stillstand, in den See, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Der Pilot hatte zum Unfallzeitpunkt 85 Flugstunden absolviert – Voraussetzung für eine Privatpilotenlizenz für Flugzeuge sind 45 Flugstunden. Leicht beschädigt wurden beim Unfall der Propeller, dessen Verbindung zum Antriebsmotor und der linke Flügel.