WANGEN: Widerstand gegen Aufschüttung des Zürichsees

Gegen die Aufschüttung des Zürichsees für eine Wohnüberbauung gibt es Widerstand. Die Gewässerschutzorganisation «Aqua Viva - Rheinaubund» sowie Anwohner wehren sich gegen eine Baubewilligung.

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So hätte das Projekt im Hafen von Nuolen ausgesehen. (Bild: PD / Ripa Inculta)

So hätte das Projekt im Hafen von Nuolen ausgesehen. (Bild: PD / Ripa Inculta)

Das Gelände des Kieswerks Kibag am Ufer des Zürichsees in Wangen soll auf einer Fläche von 51'000 Quadratmetern umgestaltet werden. Geplant sind in Nuolen See eine Siedlung mit rund 60 Wohneinheiten, ein neuer Bootshafen, öffentliche Wege sowie Flachwasserzonen. Daneben plant die Gemeinde auf der Halbinsel Nuolen ein Schwimmbad.

Gegen die Baubewilligung der Gemeinde für zwei Testufer legten der Rheinaubund sowie Anwohner Beschwerde ein. Diese wurden vom Schwyzer Regierungsrat abgelehnt, worauf die Einsprecher nun ans Verwaltungsgericht gelangten, wie die Gewässerschutzorganisation am Dienstag mitteilte.

Das Baugesuch sei inhaltlich ungenügend publiziert worden und notwendige Spezialbewilligungen etwa für Bauten im Gewässerraum und für die Beseitigung von Ufervegetation seien nicht geprüft worden, schreibt der Rheinaubund weiter.

Die geplanten Seeaufschüttungen von rund 25'000 Quadratmetern in den Kiba- und Hunziker-Buchten würden dem Bundesumweltrecht widersprechen. Der Artenreichtum in und um beide Buchten würde massiv leiden, darunter die gefährdete Malermuschel, schreibt der Rheinaubund.

Zugunsten des späteren Wohnprojekts sollen mehrere Tausend Quadratmeter Seefläche zugeschüttet werden. Das Stimmvolk billigte den entsprechenden Teilzonenplan 2005. Der Schwyzer Regierungsrat verlangte 2011 vor der definitiven Ufergestaltung den Bau von Testufern. (sda)