WAPPEN- UND MARKENSCHUTZ: 558 Kilogramm Victorinox-Material blockiert

Victorinox made in China? Der Zoll hält importierte Ware der Schwyzer Firma zurück. Auf Betreiben von «Abzocker»-Initiant Thomas Minder.

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Trybol-Chef Thomas Minder. (Bild EQ)

Trybol-Chef Thomas Minder. (Bild EQ)

Die Zollverwaltung Muttenz hält eine Ladung importierter Ware von Victorinox zurück. Gemäss internen Unterlagen des Zollinspektorats Muttenz, die dieser Zeitung vorliegen, wurden 116 Kisten mit 558 Kilogramm Material blockiert.

«Der zuständige Zöllner hat mir bestätigt, dass es sich um Victorinox-Artikel handelt und deren Wappen mit rotem Hintergrund und weisser Flagge deutlich zu sehen ist», sagt Thomas Minder, Inhaber der Trybol AG – Hersteller für Kosmetikartikel und Initiant der Volksinitiative gegen «Abzockerei» –, der der Eidgenössischen Zollverwaltung einen Antrag gegen Victorinox eingereicht hatte und am (heutigen) Montag Strafanzeigen stellen will. Der Grossteil der bereits geöffneten Ware stamme gemäss dem Zöllner aus China und Taiwan, behauptet Minder.

Sollten die Erzeugnisse tatsächlich zu 100 Prozent in China und Taiwan produziert worden sein und diese das Schweizer Wappen tragen, verstösst Victorinox gegen das Wappen- und auch gegen das Markenschutzgesetz und könnte hart bestraft werden.

Vasilije Mustur/Neue LZ