WASSERQUALITÄT: Sauberer Vierwaldstättersee ist «unverzichtbar»

Der grosse Aufwand in der Siedlungsentwässerung der letzten 60 Jahre beim Vierwaldstättersee positiv auswirkt. Zu diesem Schluss kommen die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee und die Fischereikommission Vierwaldstättersee.

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Blick auf den Vierwaldstättersee vom Stanserhorn. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Blick auf den Vierwaldstättersee vom Stanserhorn. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Trink- und Badewasserqualität beispielsweise ist im Vierwaldstättersee hervorragend, heisst es in einer Medienmitteilung der Fischereikommission Vierwaldstättersee. Für die Bevölkerung, den Tourismus sowie für Erholungssuchende sei ein sauberer See unverzichtbar. Beide Kommissionen sind der Auffassung, dass die Wasserqualität des Vierwaldstättersees gegenüber anderen Nutzungsansprüchen höchste Priorität hat.

Der Phosphorgehalt im Vierwaldstättersee ist aufgrund der grossen Anstrengungen wieder auf einem tiefen Niveau angelangt, was aber entsprechende Auswirkungen auf die ganze Nahrungspyramide und damit auch auf die Fische hat. Diese Entwicklung soll auch im Hinblick auf eine existenzsichernde Berufsfischerei analysiert werden.

Phosphor ist ein Pflanzennährstoff und hat Auswirkungen auf das Algenwachstum und damit auf das Nahrungsangebot von Fischen. Der Stoff gelangt über Abwasser aus Siedlungen, Dünger in der Landwirtschaft oder natürlichen Quellen in die Gewässer.

Nicht vergleichbar mit Mittellandseen

Die Situation beim Vierwaldstättersee sei nicht vergleichbar mit den Mittellandseen, bei denen der Nährstoffeintrag nach wie vor ein grosses Problem darstellt und sich Felchen beispielsweise immer noch nicht natürlicherweise fortpflanzen können.

Gegenüber einer künstlichen Regulierung des Phosphorhaushaltes im See sind die Kommissionen jedoch kritisch eingestellt. Die Machbarkeit für dieses interkantonale Gewässer sei überaus komplex und die Auswirkungen auf das Ökosystem seien schwierig einzuschätzen.

pd/zim