WASSERRECHT: Bezirke und Wuhrkorporationen in Schwyz sollen Aufgaben behalten

Die Wuhrkorporationen im Kanton Schwyz sollen nun doch nicht angetastet werden. Die Regierung sieht in einer zweiten Vernehmlassung zum revidierten Wassergesetz davon ab, ihnen Aufgaben und Zuständigkeiten zu entziehen.

Die Wuhrkorporationen sollen ihre bisherigen Aufgaben in den Bereichen Hochwasserschutz und Gewässerunterhalt unverändert weiterführen, schreibt die Regierung am Donnerstag anlässlich der Vernehmlassung.

Eine Abschaffung der Wuhrkorporationen war in einer ersten Vernehmlassung auf Ablehnung gestossen. Die Regierung war der Meinung, dass kleine Korporationen öfters finanziell, organisatorisch und fachlich an ihre Grenzen stossen.

Neu können Gemeinden Aufgaben einer Wuhrkorporation übernehmen, wenn sie den Grundsatz der Gleichbehandlung wahren. Die Hoheit der Bezirke über die Fliessgewässer bleibe unangetastet.

Das Festhalten an den bisherigen Zuständigkeiten habe allerdings im Vergleich zu anderen Kantonen ohne Bezirke und Wuhrkorporationen deutlich mehr Schnittstellen zur Folge, was wie bisher einen entsprechend grossen Aufwand bedeutet.

Statt einer Totalrevision beschränkt sich die Regierung nun auf eine Teilrevision des Wasserrechtsgesetzes (WRG). Es stammt aus dem Jahr 1973. Die Regierung will die über 40 Jahre alten Bestimmungen vollständig überarbeiten, weil der Bund den Kantonen neue Aufgaben übertragen habe und heute anders mit Naturgefahren umgegangen werde. (sda)

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