Wegen gefälschtem Lehrerdiplom vor Gericht

Eine Lehrerin hat dem Arbeitgeber ein gefälschtes Diplom vorgelegt. Sie behauptet immer noch, dass sie nie an der Echtheit des Papiers gezweifelt habe.

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Ein echtes Lehrerdiplom. (Bild Neue SZ)

Ein echtes Lehrerdiplom. (Bild Neue SZ)

«Was wir uns hier anhören müssen, ist eine Zumutung», ärgerte sich der Staatsanwalt im Prozess vom Donnerstag gegen eine 29-jährige Frau aus Pfäffikon. Sie hatte sich wegen versuchten Betruges und mehrfacher Urkundenfälschung vor dem Schwyzer Strafgericht zu verantworten. Konkret ging es um ein Lehrerinnendiplom und Zeugnisse des Theresianums Ingenbohl, die sie selber ausgestellt, oder jemand damit beauftragt haben soll. Nach Angaben der Schule hatte die Frau, die heute in der Kosmetikbranche tätig ist, die Abschlussprüfung wegen dem Unterrichtsfach Deutsch nicht bestanden.

Durch die Behauptung, sie verfüge über ein Lehrerinnendiplom wurde sie in einer höheren Lohnstufe beschäftigt. Dass Zeugnisse und Diplom gefälscht sind, wird eigentlich von niemandem angezweifelt. Der Staatsanwalt ist überzeugt: «Eine groteske Pinocchio-Geschichte wird uns hier aufgetischt». Dass die Angeklagte nach wie vor daran festhält, nie an der Echtheit des Diploms gezweifelt und keine Ahnung zu haben, wer dahinter stecken könnte, stösst für ihn an die Grenzen von Narzissmus.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.