Weihnachten ist auch die Zeit der Internetbetrüger und Päcklidiebe

Der Weihnachtseinkauf wird nicht nur in feierlich geschmückten Geschäften, sondern pragmatisch im Internet getätigt. Bei der Bestellung wie auch bei der Anlieferung der Ware ist aber Vorsicht vor Betrügern geboten.

Roger Rüegger
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Im Internet lauern auch beim Weihnachtseinkauf Gefahren. (Bild PD)

Im Internet lauern auch beim Weihnachtseinkauf Gefahren. (Bild PD)

Bald fängt die Adventszeit an und mit ihr die Zeit der Geschenke. An der grossen Suche nach Weihnachtsgeschenken im Internet profitieren seit einiger Zeit gewiefte Köpfe. Von zu Hause aus bestellen, geht schnell und einfach. Man findet im Onlineshop bald das Handy, welches auf der Wunschliste steht. Der Preis stimmt, das Gerät ist neu und vom Kauf ist man nur einen Klick entfernt. Nur noch die Zahlung tätigen und «schon hat man das Geschenk».

Internet als Paradies für Online-Käufer und für Kriminelle

In der Adventszeit wird das Internet wieder vermehrt zum Paradies für Online-Einkäufer, aber auch für Kriminelle. Dies teilen die Zentralschweizer Polizeikorps in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung mit. Sie warnen darin vor Betrügern und deren verschiedener Machenschaften. «Beim vermeintlichen Verkäufer im Internet kann es sich leicht um einen Betrüger handeln und das bezahlte Gerät trifft nie ein», wird ein Beispiel zitiert. Die Betrüger würden mit immer neuen Tricks vorgehen. Aber nicht immer seien ihre Maschen offensichtlich. Ohne die nötige Vorsicht könne man schnell zum Opfer werden. Die Folgen könnten sein, dass die vorausbezahlte Ware nie eintreffe oder dass die Kreditkartendaten missbraucht würden oder aber dass man eine billige Kopie des bestellten Objektes erhalten würde.

So schützen Sie sich vor Bestellbetrug

  • Tätigen Sie Onlinekäufe und Geldabwicklungen nur in zertifizierten Onlineshops und über offizielle Buchungsplattformen.
  • Erkundigen Sie sich vor dem Einkauf im Internet. Googeln Sie die Firma und lesen Sie die Erfahrungsberichte der Kunden aufmerksam durch.
  • Prüfen Sie Anzeigen auf Onlineplattformen, Tauschbörsen und Auktionswebseiten, bevor Sie diese bezahlen. Prüfen Sie, ob Anschrift und Ansprechpartner leicht zu finden sind. Rufen Sie an, um zu testen, ob tatsächlich jemand das Telefon bedient. Es empfiehlt sich, im Zweifelsfall die Ware direkt beim Verkäufer gegen Bargeld abzuholen.
  • Höchste Vorsicht ist geboten bei «Zahlung nur gegen Vorauskasse». Seriöse Händler bieten unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten an. Wählen Sie sichere Methoden wie Rechnung, Kreditkarte oder Online-Zahlungsservices wie PayPal. Ihre Daten sollten zudem verschlüsselt übertragen werden. In der Adresszeile Ihres Browsers steht dann nicht «http», sondern «https».
  • Lassen Sie sich von tiefen Preisen nicht verführen und seien Sie vorsichtig bei unfassbar günstigen Markenprodukten. Meist handelt es sich um Fälschungen. Darum: Finger weg!
  • Geben Sie unbekannten Personen keine persönlichen Daten und Kennwörter preis.

Onlineshops kämpfen gegen Päckli-Diebe

Die Zahl der Päckli-Diebstähle nehmen zu. Onlinehändler setzen deshalb auf Algorithmen und die Zusammenarbeit mit der Polizei, um den Dieben auf die Spur zu kommen.
Rebekka Balzarini