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WEIHNACHTEN: Man(n) bastelt die Geschenke heuer selbst

Immer grösser, immer teuerer, immer besser? Von wegen! Im Trend liegen dieses Jahr selbst gemachte Geschenke – und das neuerdings auch bei Männern.
Lena Berger
Genäht: ein langersehntes Pippi Langstrumpf-Kleid. (Bild: Leserbild)

Genäht: ein langersehntes Pippi Langstrumpf-Kleid. (Bild: Leserbild)

Ob ein Ölbild der Stadt Luzern, Filzpantoffeln, gehäkelte Engel oder geschnitzte Kerzenständer aus Schwemmholz: Wenn es darum geht, ihre Liebsten zu beschenken, werden unsere Leser erfinderisch. «Ich verschenke immer nur Selbstgemachtes an Menschen die mir wichtig sind – weil es sehr persönlich ist», schreibt zum Beispiel eine kreativ begabte Dame, nachdem wir letzte Woche von unseren Lesern wissen wollten, was sie dieses Jahr unter den Weihnachtsbaum legen werden.

Der Vorteil der Basteleien: Sie sind individuell – und den Beschenkten teilweise wortwörtlich auf den Leib geschnitten. So dürfte das Christkind denn auch ein kleines Mädchen aus Luzern besonders glücklich machen. «Meine Tochter wünscht sich ein Pippi-Langstrumpf-Röckli für den Alltag. Da ich das nirgends fand, habe ich es selbst genäht», verrät ihre Mutter.

Geschnitzt: Kerzenständer aus Treibholz. (Bild: Leserbild)

Geschnitzt: Kerzenständer aus Treibholz. (Bild: Leserbild)

Genäht: ein lang ersehntes Pippi-Langstrumpf-Kleid (oberer Teil sichtbar). (Bild: Leserbild)

Genäht: ein lang ersehntes Pippi-Langstrumpf-Kleid (oberer Teil sichtbar). (Bild: Leserbild)

Gefilzt: warme Pantoffeln für kalte Wintertage. (Bild: Leserbild)

Gefilzt: warme Pantoffeln für kalte Wintertage. (Bild: Leserbild)

Gehäkelt: ein weisser Weihnachtsengel. (Bild: Leserbild)

Gehäkelt: ein weisser Weihnachtsengel. (Bild: Leserbild)

Reaktion auf die Digitalisierung

Unsere Leser sind längst nicht die Einzigen, die Freude an der Handarbeit entwickelt haben. Die Bastelgeschäfte in der Region haben dieses Jahr in der Adventszeit einen regelrechten Boom erlebt. «Ich erkläre mir das als eine Reaktion auf die zunehmende Digitalisierung», sagt Yolanda Huber, Besitzerin des CreatTop in Root. «Die aktuelle Weltlage und die vielen negativen Nachrichten machen uns ängstlich und nervös. Sich auf eine kreative Arbeit zu konzentrieren, ist die beste Therapie.» Doch nicht nur das Basteln selber tue gut, sondern auch die Freude beim Verschenken. Dazu komme das Gefühl der Zufriedenheit und des Stolzes, wenn ein selbst gemachtes Geschenk gelungen ist. Beliebt seien Gebrauchsgegenstände «von der Vase bis zur Grillzange», wie Yolanda Huber sagt. Denn: «Abstauberli haben die meisten Leute schon genug zu Hause.»

Aus neu mach alt

Inspiriert werden die Bastler von den Abertausenden von Tipps und Video-Anleitungen, die man im Internet findet (siehe Bonus). Interessant ist dabei, dass keineswegs nur Kinder selber Hand anlegen. «Neuerdings stellen wir fest, dass immer mehr Erwachsene basteln – insbesondere Männer», sagt Jörg Moll, Geschäftsleiter des Sport- und Hobbyladens von Moos in Luzern. Vielleicht ein Ausdruck der als Hipster bekannt gewordenen Subkultur, die den Mainstream generell ablehnt. Dazu passt die Umkehrung traditioneller Bastelziele, die Moll feststellt: «Früher galt das Motto: ‹Aus alt mach neu›. Heute macht man das Gegenteil.» Der Retro-Trend bezieht sich offenbar nicht nur auf das Basteln selbst, sondern auch auf die entstehenden Gegenstände. «Shabby-Chic» ist das Wort der Stunde. «Dabei werden neue Gegenstände durch spezielle Farbtechnik auf alt getrimmt», erklärt Moll.

Einen anderen Trend stellt Cecile Zimmermann von der Bastelstube Zug fest. «Bei uns dreht sich alles um Recycling», erzählt sie. «Der absolute Hammer» sei derzeit ein Leim, mit dem sich die unterschiedlichsten Materialien – von Glas über Metall bis hin zu Plastik – verschönern lassen. «Aus Abfall entstehen so wunderbare neue Gegenstände. Und damit sinnvolle Geschenke.»

Der absolute Renner ist in fast allen Geschäften eine Basteltechnik, die Jörg Moll mit «Betonier dir was Schönes» zusammenfasst. «Aus Dekorationsbeton entstehen die unterschiedlichsten Gegenstände – von Aschenbechern über Schalen bis hin zu Schmuckstücken. Das ist unglaublich beliebt.»

Lena Berger

Videos mit verschiedenen Bastelideen finden Sie unter www.luzernerzeitung.ch/bonus

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