WEINBAU: Auch Schwyzer Bauern dürfen Zürichsee-Qualitätswein produzieren

Die Produktion von Qualitätswein unter der Bezeichnung "AOC Zürichsee" bleibt nicht mehr länger nur Bauern aus dem Kanton Zürich vorbehalten. Auch Ausserschwyzer Weinbauern dürfen neu solche Tropfen verkaufen. Sie müssen dafür bestimmte Kriterien erfüllen.

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Derselbe Alkoholkonsum schädigt Herz und Blutgefässe bei Menschen der Unterschicht mehr als bei denjenigen mit höherem sozioökonomischem Status (Symbolbild).

Derselbe Alkoholkonsum schädigt Herz und Blutgefässe bei Menschen der Unterschicht mehr als bei denjenigen mit höherem sozioökonomischem Status (Symbolbild).

Zur Einführung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung Zürichsee vereinbarte der Kanton Schwyz mit Zürich ein entsprechendes Reglement. Zudem passte der Regierungsrat die Verordnung über den Weinbau an, wie die Schwyzer Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Die Änderungen treten am Freitag in Kraft.

In Schwyz dürfen neu Weinbauern in den Gemeinden der Bezirke March und Höfe Wein mit der Bezeichnung "AOC Zürichsee" (Appellation d'Origine Controlée Zürichsee) produzieren. Sie müssen dafür mindestens 11 Kriterien erfüllen, die etwa die Traubenarten, den Zuckergehalt und die Anbaumethode betreffen. Die Bezeichnung "AOC Zürichsee" wird in Schwyz bereits für Reben der letztjährigen Ernte zulässig.

Die Massnahme ermögliche den Schwyzer Weinbauern, eine grössere Wertschöpfung zu erzielen, heisst es in der Mitteilung. Die Ursprungsbezeichnung gewähre dem Wein einen besseren Schutz im immer stärker werdenden Wettbewerb. Zudem können künftig Zürcher und Schwyzer Weinbauern unter dem Label auch Trauben austauschen.

Die Bezeichnung "AOC Zürichsee" durfte bis anhin ausschliesslich für Weine aus dem Kanton Zürich verwendet werden. Dieser hatte den Namen 2012 reserviert. Er sicherte aber damals den See-Anrainern St. Gallen und Schwyz zu, dass sie sich dem Label ebenfalls anschliessen dürfen, wenn sie dieselben Anforderungen einhalten. (sda)