Weitgehend ungenutztes Potenzial: Der Vierwaldstättersee soll vermehrt fürs ökologische Heizen und Kühlen genutzt werden

Der Vierwaldstättersee ist eine Naturperle. Jetzt erkennen Umwelt-Ingenieure ein bisher weitgehend ungenutztes Potenzial: Das Wasser aus dem Luzerner Seebecken soll bald schon Tausende mit ökologischer Heizwärme versorgen.

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(sre) Die grossen Wassermassen im Vierwaldstättersee bergen gewaltige Wärmereserven. Diese sollen nun genutzt werden. Bereits ab nächster Heizsaison werden zahlreiche Gebäude rund um das Seebecken mit diesem umweltfreundlichen System beheizt, wie die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) mitteilt. Der Schwerpunkt des diesjährigen Magazins der Aufsichtskommission liegt auf der thermischen Nutzung des Seewassers, die derzeit im Rahmen von zwei Projekten im Kanton Luzern in die Realität umgesetzt wird.

Eine Hauptaufgabe der Aufsichtskommission ist der Gewässerschutz rund um den Vierwaldstättersee. Für die thermische Nutzung des Wassers hat die AKV Richtlinien verabschiedet, damit das Ökosystem See auf lange Sicht geschützt bleibt. Die aktuellen Bauarbeiten an den See-Wärmeprojekten der ewl (Energie Wasser Luzern) würden zeigen, dass die AKV-Richtlinien praxistauglich sind und eine Balance zwischen Nutzung und Schutz gefunden wurde.

Das Wasser des Vierwaldstättersees wird bereits jetzt einerseits als Wärmequelle, andererseits zu Kühlzwecken genutzt. Dem im Winter relativ warmen Seewasser wird Wärme zu Heizzwecken entzogen (Wärmepumpen), im Sommer wird das Tiefenwasser des Sees zur Kühlung und zur Ableitung von Prozesswärme genutzt.

Das Magazin der AKV wird den Haushaltungen in den Gemeinden mit Seeanstoss der Kantone Uri, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Luzern sowie weiteren Interessierten verteilt. Es steht zudem unter www.4waldstaettersee.ch als Download zur Verfügung.