WELTCUP-SLALOM FRAUEN ASPEN: Erste Weltcuppunkte für Schwyzerin

Wendy Holdener (17) gelang im Weltcup-Slalom in Aspen (USA) eine starke Leistung. Die Schwyzerin aus Unteriberg gewann in ihrem erst dritten Weltcuprennen als 18. zum ersten Mal Punkte.

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Die 17-jährige Schwyzerin Wendy Holdener aus Unteriberg. (Bild pd)

Die 17-jährige Schwyzerin Wendy Holdener aus Unteriberg. (Bild pd)

Der (Premieren-)Sieg im US-Bundesstaat Colorado ging an die Schwedin Maria Pietilä-Holmner (24).

Mit Denise Feierabend (21.), die beim Slalom-Auftakt in Levi (Fi) mit dem 18. Platz als einzige des kleinen Swiss-Ski-Slalomteams nicht enttäuscht hatte, klassierte sich in Aspen neben Wendy Holdener eine zweite Schweizerin in den Punkterängen.

«Mein erster Lauf war solid und reichte so eben noch zur Qualifikation für den Finaldurchgang (als 28. – Red.). Vor diesem war ich zwar nervös, doch ich sagte mir, dass ich mein Ziel schon erreicht habe», sagte Wendy Holdener, die bei ihrem Weltcup-Debüt im Riesenslalom in Sölden (Ö) sowie im Slalom in Levi die Finalteilnahme jeweils noch verpasst hatte.

Holdener: «Bin locker geblieben»
Im zweiten Lauf habe sie es geschafft, «locker zu bleiben und Gas geben zu können», so Holdener. «Ich sah dann im Ziel auch die Eins aufleuchten, was doch immer gut ist. Die paar Minuten in der Leaderbox fand ich ganz lustig», so die erfrischend auftretende Newcomerin aus dem Kanton Schwyz.

Wendy Holdener, die in Engelberg an der Sportschule eine Ausbildung als Hotelfachangestellte absolviert, ist in ihrem Jahrgang (1993) in der Weltrangliste die Nummer 1 in der Abfahrt, im Super-G und im Slalom. In Aspen schaffte es die Unteribergerin als jüngste Fahrerin im Feld und mit der höchsten Startnummer (50) überhaupt in den Finaldurchgang.

Mit Rückständen von mehr als 3,7 Sekunden verpassten hingegen Aline Bonjour, Esther Good und Sandra Gini die Qualifikation für den zweiten Durchgang deutlich. Lara Gut schied im ersten Lauf aus.

Überlegener Sieg
Vor ihrem gestrigen Triumph stand Maria Pietilä-Holmner im Weltcup erst einmal auf dem Podest, als Slalom-Zweite im November 2008 in Levi. Die bereits nach dem ersten Lauf führende Schwedin aus Umea – WM-Zweite 2007 in Are im Riesenslalom – überzeugte in Aspen mit zweimal Laufbestzeit. Die zweitklassierte Slalom-Olympiasiegerin Maria Riesch (De) verlor bereits 0,68 Sekunden. Dritte wurde die Finnin Tanja Poutiainen (0,93 zurück).

Die Österreicherin Marlies Schild, vor zwei Wochen Siegerin des Slaloms in Levi, fädelte im ersten Durchgang bereits beim ersten Tor ein.

si