Weniger Steuern für Familien bei Drittbetreuung

Der Schwyzer Kantonsrat hat zwar am Mittwoch eine FDP-Motion zur steuerlichen Entlastung von Familien mit Kinder nicht erheblich erklärt. Dennoch werden sich Regierung und Parlament noch mit dem Anliegen befassen.

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Der Schwyzer Kantonsrat setzt weitere Anreize für die Fremdbetreuung von Kindern. (Bild: Keystone)

Der Schwyzer Kantonsrat setzt weitere Anreize für die Fremdbetreuung von Kindern. (Bild: Keystone)

Die FDP verlangte in einer Motion, dass bei nachgewiesenen Kosten für Drittbetreuung bis zu 10'000 Franken pro Kind von den Steuern abgezogen werden sollen. Es gehe um Steuergerechtigkeit, begründete die FDP ihren Vorstoss. Ehepaare mit zwei Einkommen kämen steuerlich in eine höhere Progression und zahlten somit mehr Steuern.

Im Kantonsrat stiess die FDP-Motion, ausgenommen bei der SVP, auf grundsätzliche Zustimmung. Die CVP betonte aber, dass die Motion auf Grund von bundesrechtlichen Vorgaben unnötig sei. Dies bestätigte Finanzdirektor Kaspar Michel. Im Rahmen der für 2015 geplanten Teilrevision des Steuergesetzes sei eine Abzug für Drittbetreuungskosten vorgesehen.

SVP befürchtet Benachteiligung traditioneller Familien

Kritische Bemerkungen zum geplanten Steuerabzug kamen von der SVP. Traditionelle Familien, die ihre Kinder selber erziehen, sollten nicht benachteiligt werden, betonten mehrere SVP-Redner. Es dürfe nicht sein, dass weitere Anreize für die Fremdbetreuung von Kindern gesetzt würden, die über die Minimalvorschriften des Bundes hinausgingen.

Äusserst knapp mit 45 zu 44 Stimmen sprach sich der Kantonsrat gegen die Erheblicherklärung der FDP-Motion aus. Über das Anliegen der FDP wird das Parlament dennoch zu befinden haben, wenn die Teilrevision des Steuergesetzes in den Rat kommt.

sda