Weniger Unfälle aber mehr Schwerverletzte

Auf den Schwyzer Strassen haben sich im vergangenen Jahr so wenig Unfälle ereignet wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Toten halbierte sich im Vorjahresvergleich, die Zahl der Schwerverletzten nahm jedoch zu.

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Unfall vor dem Bahnübergang der Südostbahn in Bennau im Februar 2011. (Bild: Kantonspolizei Schwyz)

Unfall vor dem Bahnübergang der Südostbahn in Bennau im Februar 2011. (Bild: Kantonspolizei Schwyz)

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 961 (Vorjahr 1036) polizeilich erfasste Unfälle. Dabei haben sechs (zwölf) Personen ihr Leben verloren, 74 (59) haben sich schwer und 320 (366) leicht verletzt. Während die Zahl der Schwerverletzten angestiegen ist, stagniert die Zahl der Leichtverletzten.

Unaufmerksamkeit und Alkohol

Von den sechs Todesopfern war eines ein Fussgänger. Die Zahl der Unfälle, bei denen ein Fussgänger beteiligt war, ging von 39 auf 34 zurück. 16 (2010: 17) der Unfälle ereigneten sich auf Fussgängerstreifen.

Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Schwyz vom Dienstag geschah jeder fünfte von den 961 Unfällen, nämlich 186, weil das Vortrittsrecht missachtet wurde. Häufige Unfallursachen waren weiter Unaufmerksamkeit (143), Alkohol (105) und ein zu hohes Tempo (96). Während 24 Unfallverursacher mehr alkoholisiert waren als 2010, waren 131 weniger zu schnell unterwegs gewesen.

Die Temposünder wurden von der Polizei 2011 aber häufiger zur Kasse gebeten als im Jahr zuvor. Die Zahl bei Geschwindigkeitsmessungen ausgestellten Ordnungsbussen stieg von 85'836 auf 100'622, die Zahl der Anzeigen von 1751 auf 2503. Für weitere Verkehrsdelikte wurden 19'783 Bussen ausgestellt, dies gegenüber 19'150 im Vorjahr.

sda/bep