Weniger ungültige Stimmen bei Schwyzer Wahlen

Eine mit 8,25 Prozent ungewöhnlich hohe Zahl von ungültigen Stimmen verzeichnete der Kanton Schwyz bei den Ständeratswahlen vom Oktober 2011. Nach Verbesserungen beim Stimmmaterial ist die Zahl der ungültigen Stimmen bei den kantonalen Wahlen deutlich gesunken.

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Korrekt abgefülltes Abstimmungs- und Wahlcouvert der Gemeinde Schwyz mit der richtigen Angabe im Adressfeld. (Bild: Bert Schnüriger/Neue SZ)

Korrekt abgefülltes Abstimmungs- und Wahlcouvert der Gemeinde Schwyz mit der richtigen Angabe im Adressfeld. (Bild: Bert Schnüriger/Neue SZ)

Der Hauptgrund für die rekordhohe Zahl ungültiger Stimmzettel im Oktober 2011: Viele Stimmbürger legten bei der Wahl der beiden Schwyzer Ständeräte zwei Wahlzettel ins Couvert – zulässig ist nur ein Stimmzettel mit einem oder zwei Namen. Bereits bei den Ständeratswahlen 1995 und 2003 war die Zahl der ungültigen Stimmen mit 5,1 respektive 4,4 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Neugestaltung der Wahlunterlagen

Nach dem Rekord im vergangenen Herbst waren sich Regierung und Parlament einig, dass die Stimmbürger besser informiert werden müssen. Das ist inzwischen geschehen, unter anderem mit einer auffälligeren Neugestaltung der Stimm- und Wahlunterlagen. Mit einem zusätzlichen Aufdruck wurde darauf hingewiesen, dass nur ein Wahlzettel ins Stimmcouvert eingelegt werden darf.

Die Massnahmen wirken, wie die Regierung in der am Donnerstag publizierten Antwort auf eine Interpellation im Kantonsrat zeigt. Bei den Kantonalen Wahlen vom März 2012 sank die Zahl der ungültigen Stimmen markant auf 1,17 Prozent (Kantonsrat) respektive 0,68 Prozent (Regierung).

Allerdings, gibt der Regierungsrat zu bedenken, würden in einigen Gemeinden noch alte Stimmrechtsausweise verwendet. Die Massnahmen gegen ungültige Stimmen würden erst vollumfänglich greifen, wenn alle Gemeinden die alten Ausweise durch neue ersetzt haben.

sda/zim