Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Start zur LZ-Weihnachtsaktion: «Es sind Werte, die zum Menschsein gehören»

Dieses Jahr sammeln wir erneut zu Gunsten von Menschen in unserer Region, die in Not geraten sind. Beim Startanlass am Dienstagabend zeigten auch Prominente aus Politik und Wirtschaft, dass sie mithelfen wollen.
Arno Renggli
Stiftungsratspräsidentin Bettina Schibli und Urs W. Studer, Präsident des Beirats, hoffen erneut auf die Grossherzigkeit unserer Leserinnen und Leser. (Bild: Pius Amrein, 13. November 2018)

Stiftungsratspräsidentin Bettina Schibli und Urs W. Studer, Präsident des Beirats, hoffen erneut auf die Grossherzigkeit unserer Leserinnen und Leser. (Bild: Pius Amrein, 13. November 2018)

4,79 Millionen Franken hat die LZ-Weihnachtsaktion letztes Jahr gesammelt und mit unbürokratischem Tempo an Menschen in Not verteilt. Die gestern offiziell eröffnete diesjährige Sammlung soll ein ähnlicher Erfolg werden, wie Stiftungsratspräsidentin Bettina Schibli betont.

Als Gastredner des Startanlasses spricht Abt Christian, Kloster Engelberg, zu den rund 130 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sozialinstitutionen. Er zeigt, dass der Einsatz für andere von Anfang an auch zum Christentum gehört hat. Dieser Einsatz gilt gerade auch Menschen, die man nicht persönlich kennt.

Zentralschweizer Parlamentspräsidenten zeigen ihre Verbundenheit mit der LZ-Weihnachtsaktion. Von links: Peter Wälti (Kantonsratspräsident Obwalden), Hildegard Meier-Schöpfer (Präsidentin des Kantonsrates Luzern), Daniel Thomas Burch (Präsident des Kantonsrates Zug) und Peter Tresch (Präsident des Landrates Uri). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

Sie verbinden Sozialbehörden, nationale Politik und Medien: Stefan Liembd (Leiter soziale Dienste Stadt Luzern), Joachim Eder (Ständerat Kanton Zug) und Jérôme Martinu (Chefredaktor Luzerner Zeitung). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))
Stets nahe bei den Leuten: Jacqueline Mennel (Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern), Annelis Eichenberger (Geschäftsleiterin Frauenhaus Luzern) und Eva Reinhard (Sozialkommission Hergiswil NW). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

Sie stehen für die starke Hilfe aus Wirtschaft und Gemeinden: Orlando Marchesi (Direktor Credit Suisse Luzern), Urs Brücker (Gemeindepräsident Meggen) und Daniel Salzmann (CEO Luzerner Kantonalbank). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

Abt Christian (Kloster Engelberg) zeigte in seiner Rede die christliche Seite von sozialer Hilfe auf. Flankiert wird er von Elisabeth Portmann und Heidi Ragonesi (Geschäftsleiterin bzw. Beirätin der Weihnachtsaktion). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

Seit vielen Jahren mit der Weihnachtsaktion verbunden: Hans Schmid (Schmid Unternehmerstiftung), Franz Kurzmeyer (alt Stadtpräsident von Luzern) und Erwin Bachmann (Ehrenpräsident Weihnachtsaktion). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

Traditionelle Partner der Aktion: Beatrice Geuking (Teamleiterin soziale Beratung kath. Kirche Stadt Luzern), Daniela Huber (Ökumenische Fachstelle Diakonie Rontal) und Erika Florin (Hilfswerk der Kirchen Uri). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))
Stellvertretend für viele Firmen, die uns unterstützen: Markus Gämperle (Geschäftsführer Scherler, Baar), Thomas Meier (Geschäftsführer Lehner-Versand, Sursee) und Conrad Meier (Präsident Luzern Hotels). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

Sie gaben dem Startanlass mit ihrem Alphornspiel einen schönen Rahmen: Lina, Sämi und Claudia Klein aus Mosen. Sämi und seine Mutter sind für die LZ-Weihnachtsaktion auch schon öffentlich aufgetreten. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. November 2018))

9 Bilder

Die Bilder zum Start der LZ-Weihnachtsaktion

Abt Christian erwähnt verschiedene Ordensleute, die mit gutem Beispiel vor­angingen. So etwa den Italiener Kamillus von Lellis, der im 16. Jahrhundert punkto Ernährung und Hygiene das Spitalwesen reformierte und bereits das Rote Kreuz als Symbol sozialen Engagements eingeführt hat. Auch regionale Beispiele erwähnt er wie die Ingenbohler oder die Baldegger Schwestern. Die LZ-Weihnachtsaktion vertrete ebenfalls Werte, die sich aus dem christlichen Glauben her­ausgebildet haben, aber unabhängig von der Religion zum Menschsein gehö­ren und konkret gelebt werden sollen.

Neben physischen gibt es auch seelische Formen von Gewalt

Als Interviewpartnerin berichtet Annelis Eichenberger, Geschäftsleiterin des Frauenhauses, von ihrer alltäglichen Arbeit. Sie erwähnt, wie viele Gesichter Gewalt in Beziehungen haben kann. Zu körperlicher und sexueller kommt oft auch seelische hinzu, etwa in Form von Demütigungen, Drohungen, sozialer Isolation oder Geldentzug. Das Leben im Frauenhaus sei aber keineswegs nur trist, sondern eine Art multikulturelle WG, zu der immer auch Kinder gehören würden.

Frauen, denen Gewalt widerfährt, erleiden dies oft mehrmals im Leben. Annelis Eichenberger: «Bei Frauen etwa, die bereits in ihrer Kindheit Gewalt erleben mussten, gibt es ein höheres Risiko, dass sie erneut in gewalttätige Beziehungen geraten.» Auf die Frage, wann man bei der Betreuung eines Gewaltopfers von einem Erfolg sprechen kann, sagt sie: «Erfolg im Sinne eines gelungenen Neuanfangs ist selten in einem Anlauf möglich. Meistens braucht es mehrere Anläufe, bis es eine Frau schafft, sich wirklich vom Partner zu trennen. Wobei Erfolg andererseits auch bedeuten kann, dass eine Frau zum Partner zurückkehrt und mit Hilfe und Beratung von aussen die Gewaltproblematik gelöst wird.»

Das Frauenhaus Luzern gehört zu den vielen sozialen Institutionen der Region, die Unterstützungsgesuche stellen zu Gunsten von Menschen in Not. Auch dieses Jahr haben wir bereits wieder 1400 Gesuche erhalten, bis Ende Jahr werden es gegen 4000 sein, die der Beirat der Weihnachtsaktion unter Urs W. Studer laufend prüft. Er garantiert, dass die Spendengelder rasch dorthin gelangen, wo sie am meisten helfen.

So können Sie spenden

Am nächsten Samstag wird der Einzahlungsschein zur diesjährigen LZ-Weihnachtsaktion unserer Zeitung beiliegen. Zum 23. Mal sammelt sie mit ihren Regionalausgaben für Menschen in der Zentralschweiz, die in Not sind. Spenden können Sie auf das Postkonto 60-33377-5 und auf www.luzernerzeitung.ch/weihnachtsaktion. Für SMS-Spenden wählen Sie 488 und schreiben Sie LZWA plus Frankenbetrag (nur Zahl). Die LZ-Weihnachtsaktion ist in unserer Region fest verankert. 2017 wurde mit rund 4,79 Millionen Franken ein Spendenrekord realisiert. Die Zahl der Spenderinnen und Spender wuchs auf 16557, was ebenfalls Rekord ist. Seit der Gründung im Jahr 1996 wurden total über 49 Millionen Franken gesammelt. Wie willkommen diese Hilfe ist, zeigt die Zahl der Hilfsgesuche, die sich letztes Jahr auf rund 3700 belief. Gesuche können nur von Gemeinden oder sozialen Institutionen, nicht aber von Privatpersonen eingereicht werden. Jedes wird vom Beirat sorgfältig geprüft. Dieser besteht aus 13 ehrenamtlich tätigen Sozialfachleuten aus der ganzen Zentralschweiz. Beiratspräsident ist Urs W. Studer, alt Stadtpräsident von Luzern. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Sammlung, die erneut vielen Menschen neue Hoffnung geben wird. (are)

Geschäftsstelle der LZ-Weihnachtsaktion: Elisabeth Portmann, Geschäftsleiterin. Kontakt: lzweihnachtsaktion@lzmedien.ch, Tel. 041 429 54 04.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.