WETTER: Januar zu mild – Kälte-Rekord in der Nacht

In der Nacht auf Mittwoch hat das Thermometer in der Schweiz so tiefe Werte angezeigt wie noch nie zuvor in diesem Winter. Am kältesten war es auf der Glattalp im Kanton Schwyz. Trotzdem war es im Januar deutlich zu mild.

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Auf der Glattalp war es am 29. Januar so kalt wie noch nie in diesem Winter. (Bild: Keystone)

Auf der Glattalp war es am 29. Januar so kalt wie noch nie in diesem Winter. (Bild: Keystone)

In der Schweiz wurde in der Nacht auf Mittwoch die bisher kälteste Temperatur in diesem Winter gemessen. Gemäss Angaben von Meteonews war es auf der 1850 Meter über Meer gelegenen Glattalp im Kanton Schwyz am kältesten: Um 3.05 Uhr massen die Meteorologen -30.9 Grad. Aber auch in vielen anderen Regionen war es sehr kalt, so beispielweise auf dem Ofenpass mit -23,9 Grad, in Samaden mit -23,5 Grad, in Ulrichen mit -21,8 Grad oder in Andermatt mit -19,4 Grad. In exponierten Höhenlagen seien die Temperaturen deutlich unter minus 20 Grad gesunken.

In Luzern mass Meteonews in dieser Nacht Tiefstwerte von -4,2 Grad. Grund für die Kälte war die klare Nacht ohne Wolken am Himmel.

Warm, aber grau

Über den ganzen Januar gemessen lagen die Temperaturen aber «weit über dem Durchschnitt», wie SRF Meteo mitteilte. Die grössten Abweichungen vom langjährigen Mittelwert gab es in den östlichen Föhngebieten, wo es rund 4 Grad zu warm war. Im Mittelland war es etwa 3 Grad wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010.

Vor allem im ersten Monatsdrittel wurden für den Januar sehr hohe Temperaturen gemessen. Am 9. Januar etwa war es im Mittelland verbreitet zwischen 12 und 13 Grad warm. Für Monatshöchstwerte von rund 15 Grad sorgte der Föhn am 19. Januar in Bad Ragaz SG und Lugano TI.

Trotz der hohen Temperaturen war es in weiten Teilen der Schweiz aber selten richtig sonnig. Nach Sonnenrekorden im Dezember war es im Januar mit Ausnahme der Nordostschweiz grauer als normal. Auch eine Flucht in die Berge half da meistens nichts. Auf den Gipfelstationen wurden nur halb so viele Sonnenstunden verzeichnet wie sonst üblich.

Viel Niederschlag im Tessin

Im Tessin regnete und schneite es im Januar deutlich mehr als im Durchschnitt. An den meisten Messstationen fielen laut SRF Meteo 150 bis 200 Millimeter Niederschlag - das ist zweieinhalb Mal mehr als in einem durchschnittlichen Januar.

In höher gelegenen Gebieten auf der Alpensüdseite führte der viele Niederschlag zu Rekordschneehöhen. In San Bernardino lag Mitte Januar so viel Schnee wie noch nie in den letzten sechzig Jahren, nämlich 2,02 Meter. Auch auf dem Corvatsch (2,22 Meter) und in Samedan (1,15 Meter) wurden neue Rekordschneehöhen gemessen.

«Nicht der grosse Wintereinbruch»

Auf den warmen Januar folgt wohl, trotz aktueller Kälterekordnacht, ein warmer Februaranfang. In den kommenden Tagen sieht es gemäss SRF Meteo «nicht nach dem grossen Wintereinbruch aus». Zwischenzeitlich könne zwar etwas Schnee bis ins Flachland fallen, dieser schmelze aber meist bald wieder weg. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 2 und 7 Grad.

rem/sda

Hinweis: Aktuelle Prognosen laufend aktuell auf www.luzernerzeitung.ch/wetter