Wetter
Ein letztes Mal 20 Grad – dann kommt die Kaltfront

Gartenarbeiten, Wanderungen oder Tennis spielen – wer es gerne wohlig warm hat, sollte diese Aktivitäten für heute Mittwoch planen. Dann gibt es den vermutlich letzten Tag in diesem Jahr, bei dem das Thermometer über 20 Grad anzeigt.

Drucken
Teilen
Herbstwald beim Landenhof Unterentfelden.

Herbstwald beim Landenhof Unterentfelden.

Bild: Britta Gut (Unterentfelden, 27. Oktober 2020)

Die Winterjacke gehört wieder in die aktuelle Garderobe, die Mütze liegt zuoberst in der Schublade und die Hände müssen beim Warten an der Bushaltestelle durch fleissiges Hineinpusten aufgewärmt werden. Der Sommer ist definitiv vorbei und der Winter scheint den Herbst einzuholen, bevor dieser überhaupt erst recht begonnen hat.

29 Grad im Oktober

Am Mittwoch wird uns aber nochmals ein richtig schöner, warmer Herbsttag geschenkt. Wie «PilatusToday» unter Berufung auf Meteonews schreibt, überquerte die Schweiz am Dienstag eine Warmfront, mit ihr gelangte ein Schub mildere Luft in den Alpenraum. Durch die Kombination des Südwestwindes im Flachland und dem Föhn in den Alpen werde es am Mittwoch nochmals vereinzelt über 20 Grad warm.

Das ist nicht sehr ungewöhnlich für einen Tag im Oktober, schreibt Meteonews. Temperaturen über 20 Grad seien in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen. So wurden beispielsweise am 19. Oktober 2012 in Vaduz hochsommerlich anmutende 29 Grad gemessen. Besonders kalt war es im Jahr 2015. Dort gab es den letzten Tag über 20 Grad bereits Anfang September.

Orkanböen auf dem Säntis

Dass es im November noch Temperaturen über 20 Grad gibt, sei eine Rarität. Dafür müssten zahlreiche Voraussetzungen wie eine milde Luftmasse und Wind, der diese durchmischt, gegeben sein. Die Sonne allein ist gemäss Meteorologen zu schwach, um solche Temperaturen zu erreichen. Eine Ausnahme gab es am 2. November 2020, als Sturmtief Nina milde Luft brachte und zwischen 20 und 23 Grad gemessen wurden.

Dieses Jahr sehen die Prognosen düsterer aus. Statt Sturmtief Nina gibt es den wilden Hendrik. Dieser bringt eine Kaltfront mit sich, die den letzten 20er dieses Jahres schnell vergessen lässt. Vor allem in der Nacht auf Donnerstag ziehen kräftiger Wind und Regengüsse auf. Die stärksten Böen wird es am Donnerstagmorgen und Mittag geben. (abl)

Aktuelle Nachrichten