WETTER: Starkregen in weiten Teilen der Zentralschweiz

Wasser und noch mehr Wasser: Die Wetterdienste warnen vor dem Dauerregen der nächsten zwei Tage. Zudem wird in den nächsten Wochen eine Mückenplage befürchtet.

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Die Gefahrenkarte für Dienstag, 8. Juli. (Bild: meteocentrale.ch)

Die Gefahrenkarte für Dienstag, 8. Juli. (Bild: meteocentrale.ch)

Am Montag hatte man in weiten Teilen der Zentralschweiz noch Glück: Der Regen fiel vor allem westlich der Zentralschweiz. Am Dienstag sieht es anders aus. In der ganzen Schweiz, vom Wallis bis ins Bündnerland, wird Starkregen erwartet. Der Wetterdienst meteocentrale.ch hat für weite Teile der Zentralschweiz, insbesondere das Entlebuch, die Kantone Ob- und Nidwalden und Uri, sowie praktisch für den ganzen Kanton Schwyz die Warnstufe Rot herausgegeben, mit Ausnahme des Kantons Zug und Teile des Kantons Luzern. Betroffen sind insbesondere die Gebiete entlang der Voralpen.

60 bis 80 Liter pro Quadratmeter

Konkret heisst das: Schon in der Nacht haben starke Niederschläge eingesetzt. Man rechnet mit Niederschlagsmengen zwischen 60 und 80 Liter pro Quadratmeter innert 36 Stunden. Das ist ein prognostizierter Mittelwert. Örtlich kann auch mehr Regen fallen. Dies entspricht laut SRF Meteo der langjährigen, im ganzen Monat Juli gemessenen Regenmenge. Lokal können kleine und mittlere Bäche anschwellen und lokal Keller überfluten.

Die Schneefallgrenze sinkt bei uns auf 2000 Meter. In den Niederungen sackt das Quecksilber auf 13 Grad ab, und das im Juli. Erst gegen Mittwochabend sollte es trockener und auch wieder wärmer werden.

Hinweis: Aktuelle Wetterprognosen auf www.luzernerzeitung.ch/wetter

Schweiz droht eine Mückenplage

Grund sind die in den kommenden Tagen erwarteten heftigen Gewitter und Regengüsse. Als Folge könnten Flüsse und Seen über die Ufer treten und so ideale Brutbedingungen für Stechmücken bilden.

"Wenn in den Brutgebieten die Flüsse und Seen über die Ufer treten oder wegen der starken Niederschläge das Grundwasser steigt, beginnen die sich im Boden befindenden Stechmücken aus ihren Eiern zu schlüpfen", sagte der emeritierte ETH-Professor und Mückenexperte Peter Lüthy am Dienstag zu Radio 1. Pro Quadratmeter könnten dies einige tausend Mücken sein.

Die Stechmücken entwickelten sich nach dem Schlüpfen während rund zwei Wochen im Wasser. "Danach suchen sie in einem Radius von bis zu zehn Kilometern nach Blut", sagte Lüthy. Im August und September sollte sich die Situation wieder beruhigen.

gh/rem/sda