Wie sicher sind die Festzelte?

Starke Stürme, die Festzelte zerreissen und Open-Air-Bühnen zum Einsturz bringen, sind der Horror. Auch für Veranstalter – denn sie müssen dafür haften.

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27. Juli 2012: Ein Sturm fegt in Siebnen die Bühne eines Open-Air-Konzerts weg. (Bild: Zürichsee-Zeitung)

27. Juli 2012: Ein Sturm fegt in Siebnen die Bühne eines Open-Air-Konzerts weg. (Bild: Zürichsee-Zeitung)

In der Zentralschweiz finden in diesen Tagen Dutzende Freiluftveranstaltungen statt – mit mindestens so vielen Bühnen und Festzelten. Nicht immer halten diese Bauten starken Stürmen stand. In Siebnen im Kanton Schwyz etwa ist beim «Falk Lorelei»-Open-Air wegen eines Sturms die Konzertbühne zusammengekracht. Verletzt wurde niemand.

Zu einem Drama ist es hingegen beim Open Air Frauenfeld gekommen: Eine 24-jährige Frau wurde bei Aufräumarbeiten bei einem heftigen Gewitter in einem eingestürzten Zelt schwer verletzt – sie ist in der darauf folgenden Nacht gestorben.
 
Wie ist es um die Sicherheit von Open-Air-Bühnen und -Zelten bestellt? Im Fall des Open Airs in Siebnen hat der Veranstalter die Bühne selbst aufgebaut. OK-Präsident Stefan Cadrobbi: «Das waren Freiwillige, die auf dem Bau arbeiten und sich mit der Materie auskennen. Beim Aufbau ist sicher kein Fehler passiert.»
 
Daniel Cordey versteht, dass Organisatoren von kleinen Veranstaltungen die Bühnen selbst aufbauen. Cordey ist Vertriebschef der Nüssli-Gruppe, einer weltweit tätigen Anbieterin von temporären Bauten für Events. Er sagt: «Veranstalter kleinerer Events versuchen, möglichst kostengünstig ihre Infrastruktur zu erstellen. Dabei müssen sie sich aber ihrer Verantwortung als Lieferant oder Erbauer bewusst sein.» Denn der Aufbau von Bühnen und Zelten sei an lokale Auflagen und Vorschriften geknüpft.
 
Alexander von Däniken
 
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