«Wie wenn ein Zug auf einen Prellbock fährt»

Die Schweiz ist am späten Samstagabend von einem Erdbeben erschüttert worden. Auch viele Zentralschweizer nahmen das Beben wahr.

Drucken
Teilen
Bild: Leserin Conny Wagner

Bild: Leserin Conny Wagner

Die Erschütterung von Samstagnacht war auch ganz deutlich in der Zentralschweiz zu spüren, wie uns mehrere Leser schildern:

Judith Rast aus Kriens: «Ja, zuerst spürte ich am Tisch ein leichtes Zittern, dann ein stärkeres Rumpeln, wie eine Welle. Zuerst erinnerte es mich an ein vorbeifahrendes, schweres Fahrzeug (Walze). Es war mir aber sofort klar, dass dies an dieser Wohnlage (Kriens) und zu diesem abendlichen Zeitpunkt nicht möglich war.»

Goran Paunovic aus Hitzkirch: «Wir wohnen im Hang am Lindenberg, wir spürten das Beben dermassen, dass ich aufgewacht bin. Das Beben war kurz aber denoch haben unsere Heizkörper, die etwas älter sind, spürbar vibriert und man hörte wie sie an den Aufhängungen rüttelten. Schäden gab es keine. Nur einen wirklich lauten Knall, was seltsam war.»

Jacqueline D'Angelo aus Hochdorf: «Oh ja, und wie ich es gespürt habe. Ich habe schon geschlafen, da gab es ein Rumoren, gefolgt von einem Zittern, so dass die Gegenstände in unserem Schrank rumpelten. Ich war hellwach und mein Herz raste wie wild. Dann wartete ich wie erstarrt ob es wohl noch mehr geben würde und ob ich meine Familie aufwecken müsse. Doch Gott sei Dank kam dann nichts mehr und ich bin wieder eingeschlafen. Am Morgen erzählte ich erst mal noch nichts meiner Familie, erst als ich es las, dass es wirklich ein Erdbeben war, schilderte ich die „Rumpelgeschichte“.»

Dani und Martha Buchmann-Bähler aus Römerswil: «Wir wohnen an einer viel befahrenen Strasse mit teils Unfällen bei Glatteis. Am Samstagabend war die Fahrbahn durch Verwehungen vereist, deshalb meinten wir, es habe einen Unfall gegeben. Nach Absuchen der Kurve ohne Spuren nahmen wir an,dass es sonst etwas war.»

Marguerite Widmer-Stünzi aus Oberrieden: «Ein Knall, irgendwie wie eine Explosion, eine kurze Welle. Ich ging in den Heizungskeller und war froh, hier kein Feuer vorzufinden.

Meinrad Flüeler aus Meggen: «Wir haben das Erdbeben mit einem mittellauten Knall und einer Erschütterung wahrgenommen. An einer Wand haben wir einen Spalt festgestellt, der untersucht werden muss.»

Hans Schwarz aus Beromünster: «Das Erdbeben war in Form eines kurzen, lauten Geräusches spürbar. Die Fenster klirrten. Es klang, als würde ein Tablar flach zu Boden fallen.»

Beat Schwegler aus Buchrain: «Wir haben auch ein knallähnliches Geräusch wahrgenommen. Meine Frau und ich rätselten über die Ursache dieses Geräusches und dachten zuerst, es sei jemand in die Hausfassade gefahren. Als meine Frau auf die Idee mit einem Erdbeben kam, hab ich sie fast ausgelacht. Als ich nun gelesen habe, dass es sich tatsächlich um ein Erdbeben handelte, hab ich mich natürlich bei ihr entschuldigt.»

Familie Schnyder-Kuhn aus Lotzwil: «Bei uns gab es einen lauten Knall, unmittelbar danach wackelte das Haus. Nachbeben spürten wir nicht.»

Silvia Rüegg aus Steinhausen: «Wir sassen im Wohnzimmer und schauten TV. Da wir in der Nähe einer Tankstelle wohnten, dachten wir, diese sei explodiert. Zum guten Glück dann nicht.»

Fritz Arnold aus Sursee: «Ich wurde aus dem Tiefschlaf geweckt. Zuerst dachte ich, dass ein Räuber in mein Schlafzimmer eingedrungen sei. Als ich dann den Radio eingeschaltet habe, kam prompt die Entwarnung.»

Soraya Belkaid aus Muri: «Wir sassen im Wohnzimmer und hatten TV gesehen, als wir plötzlich einen leisen Knall und dann 15 Sekunden später einen zweiten lauten Knall wahrnahmen. Dabei haben die Wände gezittert. Wir dachten zuerst es sei eine Gas-Explosion.»

Doris Bühler aus Gisikon: «Ich lag auf dem Sofa und schaute TV. Bin erschrocken, als zuerst der Boden zu knirschen begann - hörte sich an, wie alte Bretter, die auseinanderzubrechen drohten. Unmittelbar danach rumpelte es und das Sofa zitterte stark. Die Erschütterung war etwa 15 Sekunden spürbar. Auch mein Hund war sehr unruhig: er konnte kaum länger als 10 Minuten liegen bleiben. Zu meinem Erstaunen lag er zu dem Zeitpunkt des Bebens in seinem Bett und hat offenbar nichts bemerkt.»

Martha Widmer aus Rothenburg: «Gegen 23.45 Uhr rüttelte plötzlich ein Möbelstück neben dem Bett. Ich dachte sofort an eine Erschütterung und wartete auf weitere Nachbeben. Kurz darauf schlief ich beruhigt ein und war gespannt, ob dies im Radio kommt.»

Peter Zwimpfer aus Kriens: «Unser etwa 100 Jahre Haus zitterte, als ob ein Panzer vorbeifahren würde. Vorerst dachte ich an einen Schneerutsch vom Dach, denn das tönt ähnlich.»

Familie Schnorf aus Uetikon: «Wir wurden alle aus dem Schlaf gerissen, als es auf einmal ein unerklärliches Beben gab. Wir waren sehr besorgt und wussten nicht, was genau los war. Für uns war es ein sehr schockierendes Ereignis gewesen.»

Reto Andreoli aus Morschach: «Und wie gebebt hat... Kurz vor 24 Uhr – ich war kurz vor dem Einschlafen – hats draussen dumpf lange gegrollt. Danach hat alles im Haus gezittert. Mir war sofort klar; das ist ein Erdbeben. Ich bin aus dem Bett und in den Unterhosen raus vor die Haustüre. In allen Häusern gingen die Lichter an und alle fragen sich, was das wohl sei.»

Kristin Bischof aus Oberägeri: «Ich habe absolut nichts gespürt, weil ich um diese Zeit des Bebens bereits schon in mein Kissen gehorcht habe.»

Doris Walthert aus Buchrain: «War noch im Wohnzimmer, ein kurzer leichter Knall mit gleichzeitigem Zittern. Die Katze schoss erschreckt aus tiefem Schlaf und fürchtete sich, indem sie scheu zur Ecke schaute, wo es krachte. Es war alles nur ganz kurz und kaum definierbar.»

Werner Joller aus Malters: «Wir haben die Erschütterung sehr deutlich gespürt.»

Roberto Zalunardo-Walser aus Heiden/AR: «An unserem Ferienort war die Erschütterung kurz vor Mitternacht deutlich spürbar.»

Marianne Sidler aus Baar: «Wir wollten gerade den Fernseher ausschalten, als es unter uns rumpelte. Da der Bewohner unter unserer Wohnung oft seine Möbel meistens nachts verschiebt und man dies auf seinem Parkettboden hört, dachten wir nichts weiter. Aber plötzlich vibrierte unter meinen Füssen der Boden sehr stark und unter uns fiel etwas auf den Boden. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn plötzlich der Boden unter den Füssen „lebendig“ wird.»

Astrid Alagia aus Ballwil: «Meine Katze lag gemütlich auf meinem Bett. Ich war schon am Einschlafen und mein Mann noch am Fernsehschauen, als die Katze plötzlich vom Bett aufsprang. Das macht sie sonst nie. 3 Sekunden später wusste ich warum, denn mein Mann kam und sagte: Hast du das auch gespürt?»

Lars Sengstake aus Murg: «Selbst hier im südlichen Deutschland war zuerst ein Grollen mit anschliessenden deutlichen Erdbewegungen spürbar.

Helmut W. Rodenhausen aus Meggen: «Ich war in der St Charles Hall in Meggen kurz vor dem Einschlafen. Ich erschrak von einem dumpfen, heftigen Knall, ähnlich einer Explosion im Boden hinter dem Haus. Dann begann das Haus spürbar zu zittern, beruhigte sich aber. Der dumpfe Knall wurde von anderen Hausbewohnern ebenfalls wahrgenommen. Nachbarn, die ich gleich oberhalb des Hauses befragte, haben aber weder ein explosionsartiges Geräusch noch eine Erschütterung wahrgenommen.

Bild: Leserin Conny Wagner

Bild: Leserin Conny Wagner

Conny Wagner aus Sursee: «Ja, wir haben es hier auch gespürt. Die Tassen und Gläser haben gezittert nach einem kräftigen Ruck. Dabei sind mir die Bilder von Japan erneut in den Sinn gekommen. Bald jährt sich der Jahrestag, dazu werde ich eine weitere Installation zum Thema Erdbeben Japan machen. Sind wir froh, erwischt es uns immer nur leicht!

Claire Brunner aus Inwil: «Wollte mich gerade hinlegen, da ging ein Rollen und Zittern durch das Haus. Für mich waren es etwa 6 Sekunden lang, dann gab einen heftigen Stoss und einen dumpfen Knall. Ich glaubte zuerst, eine große Schneemasse hätte sich vom Dach gelöst. Gespannt wartete ich am Morgen auf die Nachrichten, und ich bin nun froh, dass ich weiss, was es war, denn ich habe noch lange gerätselt, was im Haus hätte explodieren können.

Adalbert Gisler aus Schattdorf: «Es hat sich angehört wie ein anrollender Güterzug mit Auffahrt auf einen Prellbock.»

Conny Dettling aus Einsiedeln: «Wir wohnen in Einsiedeln und waren bereits am Schlafen, trotzdem nahmen wir einen dumpfen Knall wahr und dann zitterte das Bett. Wir nahmen es als eine einmalige rechts-links Bewegung war. Nun sind wir sehr erstaunt, dass es „nur“ eine Stärke von 4.2 gewesen war. Es ist für uns unvorstellbar, wie es ist bei Stärken von 7-9 sein muss.»

Leo Renggli aus Rothenburg: «Vorausgehend dumpfes Grollen wie von einem kräftigen Basslautsprecher, dann ein einzelner Schlag. Nicht sehr beruhigend, bereits wenige Minuten nach dem Vorfall war die Webseite des Erdbebedienstes der ETH Zürich überlastet und kein Zugang mehr möglich.»

Dunja Gaberthüel aus Wauwil: «Wir wohnen in einem ca. 60 jährigen Haus und haben das Beben sehr gut gespürt, das ganze Zimmer hat gewackelt».

Caroline Weber aus Schwyz: «Da wir am Mythen wohnen, dachten wir an die Druckwelle einer Lawine. Wir waren ziemlich nervös, als ob sich das ganze Haus 1cm nach unten verschoben hätte.»

Rolf Portmann aus Luzern: «Ich habe ungefähr um 6.30 Uhr eine kurzes Zittern bemerkt. Das waren vielleicht 3 Sekunden!»

Fam. Khadydia aus Weggis: «Wir haben es in Weggis auch ganz deutlich gespürt. Wir waren im Hotel. Plötzlich standen alle im Gang und wir wussten nicht, was wirklich los war.»

Walter Schmidiger aus Luzern: «Auch meine Frau hat einen kurzen Erdstoss verspürt. Unser Fernseher hat kurz gerüttelt.»

S.Dilxy: «Ich war zu Hause, hab mit meiner Familie ferngesehen und plötzlich hat es für ein paar Sekunden angefangen zu beben. Dann hat es gestoppt.»

Weitere Kommentare lesen Sie auch auf unserer Facebook-Seite »

rem