WILDHUT: Goldschakal in Schwyz erlegt

Am Mittwoch wurde im Raum Gross bei Einsiedeln ein Fuchs gemeldet, der sich nur noch mit Mühe fortbewegen konnten. Ein Wildhüter erlegte das Tier. Es war jedoch nicht ein Fuchs, sondern ein Goldschakal.

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Ein Goldschakal tappte am 27. November 2011 in der Nordwestschweiz in eine Fotofalle. Das Tier ist grösser als ein Fuchs und kleiner als ein Wolf. Es ernährt sich vorwiegend von mittelgrossen Wirbeltieren sowie Insekten und Früchten. (Archivbild) (Bild: KORA)

Ein Goldschakal tappte am 27. November 2011 in der Nordwestschweiz in eine Fotofalle. Das Tier ist grösser als ein Fuchs und kleiner als ein Wolf. Es ernährt sich vorwiegend von mittelgrossen Wirbeltieren sowie Insekten und Früchten. (Archivbild) (Bild: KORA)

Dabei handelte es sich um die erste bestätigte Sichtung eines Goldschakals im Kanton Schwyz, schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Der Wildhut war am Donnerstag gemeldet worden, dass ein Fuchs gesichtet worden sei. Dieser sei abgemagert und habe sich nur noch mit Mühe fortbewegen können. Der Wildhüter erlegte das stark geschwächte Tier und identifizierte es als Goldschakal.

Im letzten Winter wurde bereits in Graubünden ein Goldschakal irrtümlicherweise erlegt. Vorher konnte das scheue Tier nur zwei Mal mit Fotofallen nachgewiesen werden (2011 in der Nordwestschweiz, 2015 im Kanton Graubünden).

Der Goldschakal ist bundesrechtlich als einheimische geschützte Art eingestuft und ist damit Luchs, Wolf und Bär gleichgestellt. Goldschakale stammen ursprünglich aus dem Nahen Osten und verbreiten sich seit Jahren immer weiter Richtung Westen. Es handelt sich um einen mittelgrossen Vertreter der Gattung der Hundeartigen und liegt damit zwischen Fuchs und Wolf.

Das Tier ernährt sich hauptsächlich von kleinen bis mittelgrossen Wirbeltieren, Insekten und Früchten. Schafe und Ziegen gehören nicht typischerweise zu seiner Beute.

pd/zfo