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WILDTIERE: Wolf bringt Schwyzer Behörden nicht aus der Ruhe

Im Kanton Schwyz sind die Behörden angesichts der Präsenz des Wolfs nicht in Aktivismus verfallen. Im Umgang mit dem Raubtier setzen sie künftig vor allem auf einen SMS-Warndienst für Landwirte, ein Notfallset mit Zäunen, einen Herdenschutzhund und Beratungen.
Kann der Wolf in Uri neben dem Menschen existieren? (Bild: Romano Cuonz)

Kann der Wolf in Uri neben dem Menschen existieren? (Bild: Romano Cuonz)

Im Kanton Schwyz war der Wolf 1794 ausgerottet worden. Seit 2009 streiften aber nachweislich mehrmals wieder Exemplare durch den Urkanton, zuletzt 2016. Am Donnerstag informierte die Schwyzer Regierung über ihre Strategie im Umgang mit dem Raubtier.

Der Kanton wolle mit Information, Prävention und Unterstützung der Wolfspräsenz Rechnung tragen, heisst es in einer Mitteilung. Im Vordergrund stehen Massnahmen, die teils bereits in Kraft sind. Sie sollen auch weiterhin ermöglichen, dass der gesetzliche Schutz des Wolfs mit den Sicherheitsinteressen der Bevölkerung und der Nutztierhalter vereinbart werden könne.

Damit sich Nutztierhalter auf eine allfällige Wolfspräsenz einstellen können, betreibt das Schwyzer Amt für Landwirtschaft einen SMS-Warndienst zu Wolfssichtungen. Die Behörde unterstützt zudem Nutztierhalter mit Beratungen zum Herdenschutz und hat ein Notfallset mit Zäunen und Verblendungen parat. Bei Bedarf stellt der Kanton auch einen Herdenschutzhund zur Verfügung.

Die Schwyzer Behörden erinnerten angesichts des emotionalen Themas zudem an die Verhältnismässigkeit. Nicht immer würden Wahrnehmung und Fakten übereinstimmen. So sei es im Kanton Schwyz im vergangenen Jahr trotz mehrmaliger Sichtungen eines Wolfs zu keinen Schäden an Nutztieren gekommen. Die Wolfspräsenz habe ausserdem bisher keinen nachweisbaren Einfluss auf den Wildtierbestand im Kanton gehabt. (sda)

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